Dann auch weiß ich nicht, ob die Berührung mit den liebens-würdigen Töchtern des Hanfes und ihren Gespielen ihn nichtnoch unentschiedener machen könnte, und ob ans Dem, wasUnentschiedenheit ist, nicht gar Versuchung würde. — — -—
Jedoch kann ich mich irren, und will dadurch auf keineWeise Deinen Ansichten widersprochen haben; denn wem Gottdie Gnade gegeben, so hinreißend und wahr zu einer höhernBestimmung hinzuweiscn, wie Dein Brief es thut, den wird erauch vor jeder ableitenden Maßregel in diesem Bezug bewahren.
Die beiden Gesellchen haben bereits ihre erste heilige Messegelesen, der eine in Camp, seinem Geburtsorte, der andere beiPfarrer Nußbaumer. Sie sollen sehr fromm und gerührt nachder Weihe geworden sein. Gott hüte und bewahre sie!
Sophie Doll hat mir vorgestern gesagt, Windischmann habenoch immer nicht über Ednard's Gesundheit geschrieben; Dukannst übrigens versichert sein, daß sie Dir augenblicklich schreiben,wie sie Bescheid kriegen; er kommt in einigen Tagen hierher,dann soll er selbst schreiben. — — — — — — —
Wir sind sehr erschreckt, daß Du Steingaß sehr krankmeldest. Du kannst denken, wie lieb wir ihn haben, wir wollenherzlich beten, daß Gott ihn erhalte für Weib, Kind, Stadt undFreunde. — — — — — — — — — — —
Der Streit zwischen der Eos und dem Inland ist vonOben herab beigelegt. Das Inland soll zur Genngthunng einelobende Kritik über Schlegel's letztes Werk aufnehmen. Dieköniglichen Gedichte sind Lurch eine eigne Fügung zugleich mitMelchior's Blumenstrauß in mehreren höheren Familien in