An Denselben.
Was soll ich in Frankfurt, da der Herr Anton nicht mehrlebt; wir hatten uns lieb, er war den Menschen blödsinnig, mirwar er Geist und Herzensrichter, mehr als Alle. Er hattenichts, als Gott, und wenn er demüthig zu mir kam, als könneer mein armes Herz gebrauchen, fühlte ich es wie eine großeHerablassung von seiner Seite. Ich vergesse ihn nie, ich gehörteeigentlich in der Familie zu ihm, er hat mich ermahnt underbaut. Beide gleich hilflos, wie große Kinder in der Familie,hielt er sich an Gott allein, und ich irrte auf den Straßen derWelt und bettelte nach dem Wege, den er ruhig wandelte. VonAllem, was ich in Frankfurt in den letzten Jahren erlebt, istmir auch keine geblieben, als die Stunden, die Anton alleinmit mir zubrachte, wenn Alles in Rödelheim lebte, und wirzwei Gespenster allein in der Stadt, in der wir eigentlichNiemand hatten.
An seinen Bruder Iran).
Klllüriis den 6. My M8.
Deine Leiden über die Mißhandlungen unserer Religiontheilen alle guten Katholiken. Doch ist eben dies ein Beweisfür ein den Gegnern schreckliches Lebenszeichen in der Kirche.
In Berlin ist der Professor der Jurisprudenz Phillipsnebst seiner Frau katholisch geworden, im Augenblick da erOrdinarius werden sollte.
Gott gebe Dir Friede und Freude und stärke Dich in