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so mancherlei schönen, alten Legenden in einfältiger Sprache da,und dennoch bieten sich so viele Nachlesen und Einrahmungenaus der Zeit- Orts- und Klostergeschichte dar in thüringischenund hessischen Geschichten, daß Ihnen das Zusammenstellen desApparats schon große Freude machen müßte. Die Quellen sindin dem asfectirten, abgeschmackt süßlichen, wenn gleich gut-gemeinten Buche: Elisabeth die Heilige u. s. w., von K. W. Justi,Professor zu Marburg, Zürich 1797, reichlich angeführt undnicht schwer zu erreichen. Wenige Heilige aber sind volks-mäßiger geworden; sie ist die heilige Vertreterin aller Armen-und Kranken-pflegenden Orden.
Sie erhalten ein vollkommen historisch richtiges Bild vondem Ganzen zur ersten Übersicht ihrer Legende im Erzäh-lungsbuch des Pater Martin von Cochem, welches Sie oderSteingaß besitzen. Lesen Sie es doch einmal; vielleicht erhaltenSie Lust dazu zu sammeln. Es wäre schon hinreichend, ausden verschiedenen Legenden eine vollkommene, die das Meisteenthielte, zusammenzustellen und alle historischen Erläuterungengeordnet folgen zu lassen.
Wir ergötzen uns jetzt hier, nämlich ich und noch vier bisfünf Leute, an der Lectüre des höchst vortrefflichen Journals:le Lstlioligue xsr Io baron ä'llclrstein, das in Paris erscheint. Esist das umfassendste Blatt, das vielleicht je erschienen ist, undheißt nur katholisch, weil es Alles unter dem Gesichtspunkte derEinheit alles wissenschaftlichen Grundes umfaßt. Wenn Siediese Zeitschrift nicht kennen, so werden Sie eine Idee davondurch Görres Anzeige im Katholiken erhalten. Es muß Ihnenhöchst interessant werden einmal hineinzuschauen; es hat vielleichtnie eine klarere Relation aller besseren wissenschaftlichen Gesin-nung, aller Zweige der Entwickelung eines Volkes gegeben, vordem Tribunal eines anderen sehr verschiedenen Volkes, als eshier von Deutschland vor Frankreich geschieht, in der schönsten,