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gesinnten Herausgeber einige Plattitüden entwischt sind. Wirbedauerten sehr, daß Sie die Arbeit nicht vollendet haben; dieAufgabe war ganz für Sie. Aber Sie könnten doch noch Etwasthun, was recht nützlich wäre und gar schön werden könnte;nämlich eine Recension dieses Büchleins schreiben und Allessagen, was Ihr wahrhaftes Wissen, Ihr redliches Gewissen undIhr liebes, gerechtes Herz Ihnen eingibt. Wollten Sie mirdann diese Arbeit vertrauen mit den dazu gehörigen Beilagen,so würde ich sie unserem Görres senden, auf daß er das Ganzemit einem Ergüsse aus seinem edelsten, nun auch feurig-mildenGeiste begleitet in einer kleinen Schrift, wie seinen Franzvon Assisi, herausgebe. Sollten Sie keine Muße haben, einevollständige Recension auszuarbeiten, so bitte ich Sie nur umdie Notizen und Materialien für Görres.
Es wäre überhaupt eine Ihres Herzens sehr würdige Auf-gabe, mannichfaltig ähnliche, zerstreute Beleuchtungen der Refor-mation zu sammeln und dem Frieden zu opfern.
Sehr oft kommt mir Etwas hie und da in die Hände,das ich Ihrem Geiste lieb wünschte, damit Sie es bearbeitenmöchten. Sie haben so viel Seele und Herz und wissenschaft-lichen Ernst, zugleich mit Dem, was man Gesinnung nennt,daß ich immer wünsche, Sie möchten Ihre historische Kritik anirgend eine Erscheinung der deutschen Geschichte wenden, welchein und nach dem Leben unsterblich war, weil sie den Tod imLeben schon besiegt hatte. So hat mich neulich das Leben derheiligen Elisabeth von Thüringen wieder sehr gerührt. Einetreue Hand, ein frommes Herz müssen ungemeine Freude beidessen Bearbeitung aus den vielen Quellen genießen und durchseine Vollendung großen Segen verbreiten. Der Anfang schonist ungemein reizend, da Klingsohr beim Dichterstreit auf derWartburg Nachts vor der Thüre sitzend in den Sternen ihreGeburtsstunde in Ungarn sieht. Der Kern der Geschichte ist in