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2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
155
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nigen in Rom zu sehen bekommen. Dieser rechtschaffene Mannist sehr krank. Betünchen *) ist ein trefflicher Charakter, sieunterrichtet ihre jüngeren Brüder Karl und Leo im Griechischenund Lateinischen rc.

Georg erzählte mir von einem Menschen, der Nachrichtenvon Dir gebracht, auch Wohlthaten empfangen, den Du aberin einem Briefe äessvouirt habest. Seine Beschreibung aber vonDeinem verlassenen und ungepflegten Leben in Rom, hatte dochviele Züge der Wahrheit, und mir war's manchmal, als erlebteich es selbst an mir. Was ist es, lieber Bruder, daß wir keineHeimath haben und kein sicheres Wirken, das Gott ganz gefälligerscheint? Ich selbst bin oft sehr traurig, daß ich gar nicht rechtweiß, wo bleiben und sterben.

Die Köthen'sche Conversion und der eben nicht ganzgeschickte, unglücklicher Weise öffentlich gewordene Brief desKönigs an die Herzogin, haben Deutschland mit Geschwätz undLibellen angefüllt. Er wurde bei Hof ausgeschwätzt, dann beimMinister Altenstein zur Einsicht aufgelegt, erschien im Constitu-tionell bruchstücklich, wurde dann echt vom Professor Krug inLeipzig abgedruckt und ausposaunt.

Man sah bald die Inconsequenz, und confiscirte ihn hieund da, zeigte den Consistorien an, der echte würde nächstensihnen mitgetheilt werden; aber es kam Nichts. Diese Retiradeunter eine vorgeschützte Verfälschung benutzten mehrere Eiferervon verschiedenem Talent, doch Alle sehr tüchtig, und stelltenden Brief als einen verfälschten in seiner großen Blöße dar.Andere, und zwar die Talentvollsten, ließen seine Echtheit auf

') Savigny's einzige Tochter starb in Alben 1835 als Gattin des damaligenMinisters Schinas.