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alle in Thränen aus, fielen auf die Kniee, sammt dem Possen-reißer, und schrien um seinen Segen, Es war eine ungemeine
gewesen, als da der fromme Bischof und der Sohn des Hauses das heiligeOpfer in derselben darbrachten. Der alte Hausvater diente unter Thränenam Altar, und alle Anwesenden vereinten ihre Dankgebete mit dem Priesterfür die langersehnte Erfüllung ihres Wunsches, daß einer der Ihrigen sichganz dem Dienste des Herrn ergeben möge; und sie opferten ihre Gebetefür die verstorbene Mutter, welche diese Freude, um welche sic hier täglichso dringend gebetet, diesseirS nicht erleben sollte.
Aber nun sollten auch alle die Handleute, deren Hütten über das Guteinzeln ausgcstreut liegen, an der Freude des Hausvaters Theil nehmen,und man ließ ihnen durch einen Voten melden, sich nach Mittag bei demHerrenhaus, auf der kleinen, mit Hecken umgebenen Wiese an dem Mühlbachunter den Bäumen zu versammeln und Tische zuzurichten; der junge Herrsei Priester geworden und der Vater wolle ihnen eine kleine Freude machen.
Schon vor der bestimmten Zeit kamen Männer und Frauen, Söhneund Töchter und Kinder im Sonntagsstaate mit ihren Holzschuhen heran-gcklappert; die Männer hatten Thüren herzugetragen und die FrauenFlachsbrechen, und jene über diese legend, lange Tische gebildet. Eben soleicht wurden die Bänke durch Diele zu Stande gebracht, und auch dergichtkranke, ehrliche Müller ließ sich auf einer Schiebkarre zum Festeheranfahren.
Den Männern war ein Tönnchen Bier unter den Baum gelegt, undTabak und irdene lange Pfeifen wurden herumgercicht; die Frauen trankenKaffe. Der Leser wird merken, das Fest war an der niederländischenGrenze. Auch bildete sich bald ein so heiteres, ländliches, jedoch beschei-denes Getümmel, als Tenicrs je eines gemalt hat; selbst ein Schalk undSpaßmacher mit einer Hahnenfeder auf dem Schlapphutc, der genecktwurde und wieder neckte, fehlte nicht. Cr machte den Mundschenk.
Auf einem abgesonderten Tische vor der allgemeinen Tafel, den mander Herrschaft bestimmt hatte, hatten die guten Leute kleine Krüge mitBlumen, und manche sogar Arzneigläscr mit Blumen ausgestellt, und Alleswar in der unschuldigsten Heiterkeit, als der Gutsherr mit seiner Familie,seinen hochwürdigen Gast und den Sohn des Hauses, den jungen Priester,heranführtc. Da stand Alles auf und zog die Hüte und ward fein stille.
Der junge Priester aber ging zu den Leuten umher und drückte ihnendie Hände und redete in ihrer Mundart mit ihnen: wie es sonst gewesensei, da er noch ein Jüngling, hier auf der Jagd herumstreifend, oft mitDiesem und Jenem ans ihnen ein Jägerstückchen erlebt habe, und wie esjetzt sei, da er eine ganz andere Jagd gelernt habe, — die Jagd nach Seelen.Und als er mit dem ehrlichen, gichtlahmen Müller davon sprach, wiemanchmal er mit ihm den Aalen im Mühlteiche nachgestellt habe, setzte er