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Anerkennen alles Bessern in Ihnen, welches mit einiger Trauergebittert ist, daß Sie die große Gnade besitzen, das Wahre zuerkennen, und doch zu leben vermögen ohne in und durch dieWahrheit zu leben. Aber ich höre nicht auf in Liebe für Siebei Gott zu betteln. Nichts bleibt unbelohnt, und die heiligeMutter Anna gedenkt Ihrer gewiß auch. Wie schwer fällt mirdas Schreiben! Ich weiß so Vieles und doch gar Nichts; Allesscheint mir nicht der Mühe werth, Alles vergeblich, es führedenn zu seligem Ende, und wo ist dieses? nicht im Suchen undErkennen, sondern in der Sache, die aber kann nur Eine sein.
Es freut mich, daß Sie Christian's Brief über Rom wahrfühlen, und wie wäre es auch anders möglich? Wäre es nichtso, so würden sich nicht alle Lumpen und Schurken dagegenaüflehnen. Steingaß sagte mir, auch Hübsch fände es wahr;das ist ein gutes Zeugniß. Bitte ihn zu grüßen.
Wie herrlich ist Görres Franz von Assisi! Welch ein Geist,welch ein Herz ist dieser gute Görres! Und sein Vaterland hatihn ausgespien! Das macht mir oft unheimlich in Deutschland.
Wie gerne wäre ich manchmal bei Ihnen, aber es istVieles, was mich dort betrübt: wie ich hingedenke,' sehne ichmich schon wieder fort. Wie glücklich wären die Menschen, wennsie nicht immer so lächerliche, ausgestopfte Kleider mit Herum-schleppen müßten, sondern überall, wie Brod beim Bäcker, einenKittel finden und znrücklassen könnten. Ich werde alt, habekeinen Bedienten und jedes Packen fällt mir schwer. Wie wenigfruchtet aber schier jeglicher Umgang? Bei den meisten Zusam-menkünften von Freunden spielt irgend einer die Rolle der perCourier angekommenen Austern und Gänseleberpasteten, schnellverschluckt oder stinkend zu werden. Die Auster am Felsenklebend, die Leber in der Gans ist weit mehr zu beneiden.Aller Umgang, alles freundschaftliche Genügen, alle Sehnsuchtnach verwandten Seelen, ja nach Allem, ist eine Spur, ein