mir Alles hell und klar und Nichts befremdet mich und Vieles,an dem ich sonst dnmm vorbeiging, spricht mit mir, Alles lebtmir, Alles scheint mir verständlich, und überall kann ich einOpfer brechen und kann es opfern für meine und der BrüderSchuld, es sprengend um den Altar der Sühnung, um das
Hciligthum der sich selbst opfernden Liebe Gottes. Ja, mein
lieber., fühlte ich nicht immer die Last meiner Schuld,
die Bosheit meiner täglichen Sünde und die stets mit Wolkendeö innern Antheils der Finsterniß mich überschattende Nacht,ich könnte mir auf Augenblicke bewußt werden, als kämen dieBlinden mir dumm vor; aber ich fühle den Balken vor demeigenen Auge, Dank der erbarmenden Gnade, und flehe, daß erein Kreuz werde, das mich mahnet.
Sollte die Art meiner Antwort auf Ihr liebevolles Schrei-ben, deren ich mich jetzt recht bewußt werde, Sie etwas befrem-den, so trösten Sie sich mit mir, ich habe Sie herzlich lieb undhabe oft an Sie gedacht. Und doch fühlte ich mich so ganz in
einer andern Welt, als ich Ihren Brief las, daß ich gleich zumir sagte: was ist das, daß Alles, was er mir schreibt, michgar Nichts angeht, und ich ganz fremd bleibe bei diesem Gewebeder Worte; aber daß es mich gar sehr rührt und freut, daß erschreibt, daß er liebt, daß die Welt ihm nicht genügt und daßer mir so kindlich seinen Schubkarren voll Gemüse vom Hirsch-graben herschiebt und sagt: „Da hast Du's, mit solchem mußman sich füttern, aber im Frühjahre, wenn der Wind dieBäume schüttelt, hoffe ich auf junge Erbsen." So war es mirauch bei diesem Briefe ganz fremd und doch recht lieb zu Muthe,und so nehmen Sie denn auch mit mir verlieb. Alles Andereist klein gegen die Liebe. Aber ab-ät. daß hier von der sslvavenia Liebe die Rede sei. Nein, von der salve reZina Liebe.
Ich war in Frankfurt durchaus in einer peinlichen undstörenden Lage. Unter den Meinigen, denen ich immer ein böses