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der Ägide des Schuttes und des Staubes bewahrt hat. Allesdas aber kann unter einem frommen, zugänglichen, unweitläu-sigen, auch die Zeit verstehenden Hirten gerettet werden undbelebt, und Köln kann in sich selbst, ohne großen äußeren Wider-spruch, ein Centrum, eine große Festung der Kirche werden,wenn auch alle Stunden der Andacht hindurch, die Bibel-gesellschafts-heilige-Allianzen gegen sie stürmten, und sie mitallen Editionen des papiernen Wortes Gottes beschössen. DieVerräther, die Kirchen niederreißenden Freimaurer in der Stadt,vermochten noch nichts an ihrem Dom u. s. w.
Ein Mann von Sailer's Herz und Sinn und Liebe undHandanlegen und Zugänglichkeit hätte Vieles dort vermocht. DasBücherschreiben, das schöne Predigen, alles das braucht's nichtso nöthig heut zu Tage, solche Arznei hilft in jetziger Nothwenig; Liebe, Pflege, Eifer, Aufnehmen, des sich überall Darbie-tenden bedarf es. Wenn Gott den Hohenzollern, der in Erme-land, wo er zu sehr als Prophet im Vaterland sehr gelähmtund beistandslos ist, nach Köln setzte, so wäre Vieles zuerwarten. Er ist ein Mann, der das Entgegenkommen einerHeerde bedarf, er ist ein Mann des Zusammenwirkens, unddann sehr stark, jetzt aber ganz ohnmächtig und unwirksam beisehr gutem, einsichtsbegierigem Willen. Ganz rührend undverlassen leuchtet diese seine Lage aus seiner demüthigen,vertrauten Correspondenz mit dem wohlmeinenden Neumanu,für den Du einmal das Rezept gegen die gemischten Ehenschriebst.
Wenn dieser Bischof in den Mauern des katholischen Kölnmit allen katholischen Herzen dort zusammen wäre, so würdeKöln wieder ein kräftiger Leib, denn ihm fehlt nur ein liebenderMittelpunkt; jetzt steht der Mann auf offener protestantischerHaide, wie ein Kopf ohne Rumpf, vom Sturm hin- undhergerollt, sehr schwermüthig und betrübt.