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2 (1855) (1855)
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Seelen nach Unterricht, Trost und Liebe. Overberg wie immertreu, schuldlos, betend und liebend, da sitzend und Schullehrerfertig machend, und Alles den Armen und Sündern gebend.

Neulich las ich in den Zeitungen von einer Sexte beiStolze (oder Stolpe) in Pommern, die sich von der evangelischenGemeinde trennen und bei der sich allerlei fanatische Greuelgezeigt, und von strengen Untersuchungen des Consistoriums.Ich fürchtete für unseren guten, ehrlichen Below, den Du inBerlin so lieb hattest und der es so ehrlich meint.

Vor einigen Tagen kam ein lutherischer Candidat der Theo-logie aus Berlin, von Neumann empfohlen, mich von

Münster besuchen, er legt in Münster sein katholisches Glau-bensbekenntniß ab. Er studirte Medizin, machte dann denFeldzug mit, studirte dann Theologie, nährte sich vom Instruirenund war Freimaurer obenein; er predigte schon, und als erseine letzte Aufgabe vom Consistorium erhielt, die evangelischenDogmen gegen die katholischen vertheidigend aufzustellen, lernteer diese zuerst kennen, schrieb seine Abhandlung ganz für diekatholischen, und gleich entschlossen katholisch zu werden, ging erzum Probst, den Du kennst, und betrübte sich über die achsel-zuckende Scheu. Er unterließ nun seine Abhandlung dem Con-sistorium zu geben, und ist mit zwanzig Thalern nach Münstergereist katholisch zu werden. Er ist ohne große Originalität,aber hat viel erfahren und gelernt, ist genügsam und durchStudium allein überzeugt, was selten ist. Er klagt, daß erkeine Priester gefunden bis jetzt, die ihm besonders entsprochen,außer Overberg und dem Pastor von Haltern, in denen erzuerst Liebe gefühlt. (Der Letzte hat nach einem Falle sehr ander Gicht gelitten, läßt sich ans dem Rücken liegend in dieKirche zur heiligen Messe tragen.) Dieser Convertit erzählte