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2 (1855) (1855)
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großer Rührung an Dein mühseliges Leben denken. Gott lasseDeine Hoffnungen für die Genesung Deines Knaben wahrwerden; er sei auch für diese Prüfung von Dir gesegnet, mögesie Deiner Seele zum Heil dienen! Ich freue mich, daß Fannyin geistlicher Erziehung ist, Deine anderen Töchter zu DeinerFreude und Tome wieder bei Dir. Gott ziehe Euch Alle mitMilde und Strenge zu sich, ach! uns Alle, daß wir besserzusammen kommen bei ihm, daß Keines verloren geht, Keinesewiglich stirbt. Amen.

Ich danke herzlich für die Zusendung der Bilder und fürdie Bemühung der lieben Tonic.

Den Herrn v. Kerz, den Windischmann Dir zur Professurder Geschichte vorschlug, kenne ich. Ich habe diesen feinen, sehrgenialen, frommen, erfahrungsvollen, lebendigen, geistreichenGelehrten, ehemaligen Offizier in bergischen Diensten, einenbejahrten, sehr belebten, ernsten, sittenfeinen Mann in Düsseldorfbesucht. Seine Frau, eine sehr geistreiche liebe Dame, war, wieich später von ihr gehört, bei Großmama La Roche in Erziehung,mit unserer verstorbenen Schwester Sophie in Correspondenz,und kannte die Mutter Altenstein.

Er ist bei großen Talenten, seiner streng katholischen Gesin-nung und seines überwiegenden Geistes wegen, ohne Anstellungim Lande geworden, nicht durch öffentliche Rüge, sondern durchJntrigue. Kannst Du ihm Brod verschaffen in seinen altenTagen, die er mit Schriftstellerei fristen muß, so ist es einchristliches Werk, das Du nicht sorglos treiben darfst, dennwahrscheinlich will Dich Gott dazu brauchen.

Ihr gewinnt dadurch der katholischen Partei einen sehrgeistreichen Beistand in der Stadt, voll Leben und würdigerGewandtheit, Euren Cirkeln einen sehr lieben Genossen. Er hatganz die Bildung und Richtung, junge Kaufleute und Söhneaus besseren Familien in Geschichte, Diplomatik und alle