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„Ich folge Euch, Sire, durch's Leben," sagte Redgauntlct,„wie ich Euch in den Tod gefolgt wäre. Erlaubt mir nureinen Augenblick."
Der Fürst sah im Kreise umher, und als er die dem Bo-den zugewandten Gesichter seiner andern Anhänger erblickte,eilte er ihnen zu sagen: „Glaubt nicht, meine Herrn, daß icheuch weniger verbunden bin, weil euer Eifer mit Vorsichtgemischt war, der ihr gewiß mehr meinetwegen und euremVaterlande zu Liebe Gehör gegeben habt, als aus selbstsüch-tigen Befürchtungen."
Er ging nun von Einem zum Andern, und unter Schluch-zen und hervorbrechenden Thränen empfing er das Lebewohlder Letzten, die seine luftigen Ansprüche noch unterstützt hat-ten, und sprach mit jedem Einzelnen in zärtlichem und lieb-reichem Tone.
Während dieser Scene hielt sich der General ein wenigabseits, und gab Redgauntlct ein Zeichen, daß er mit ihm zusprechen wünsche. „Es ist nun Lilles vorüber," sagte er, „undder Name eines Jakobiten wird nicht länger ein Parteinamesein. Wenn Ihr deS Lebens in fremden Ländern müde seid,und Euren Frieden zu machen wünscht, so laßt mich's wissen.Euer rastloser Eifer allein ist bisher Eurer Verzeihung imWege gestanden."
„Und nun bedarf ich derselben nicht mehr," sagte Red-gauntlet. — „Ich verlasse England für immer, allein cs wäremir nicht unangenehm, wenn Ihr den Abschied von den Mei-nigen mit anbört. — Neffe, komme zu mir. In Gegenwartdes General Campbell sage ich dir, daß ich mich jetzt darüberfreue, daß mein viele Jahre lang gehegter Wunsch, dich inmeinen politischen Meinungen zu erziehen, nicht erfüllt wurde.Du trittst in den Dienst des regierenden Monarchen, ohnedaß du nötbig hast, den Eid der Treue zu wechseln, — einWechsel," setzte er hinzu, indem er im Kreise umherblickte,„welcher auch ehrenwerthen Männern leichter wird, als ichdachte; Einige aber tragen das Zeichen der Treue auf demRocke, Andere im Herzen. Du wirst von nun an in den un-beschränkten Besitz aller der Güter treten, deren die Acht dei-nen Vater nicht berauben konnte, — alles dessen, was ihmgehörte, — ausgenommen dieses gute Schwert (seine Hand