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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
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Ich kenne allerdings die einzelnen Umstände unserer Lagenicht," sagte Fairford;aber mag die Gefahr sein, welche siewill, ich werde den Antheil daran, den ich um meines Freun-des willen nahm (mich nicht gereuen lassen), oder um derSchwester meines Freundes willen," fügte er mit mehrSchüchternheit hinzu.Laßt mich hoffen, meine theure MißLatimer," sagte er,daß meine Gegenwart Euch von einigemNutzen sein kann, und daß sie dieß sein könne, so laßt michum einen Theil Eures Zutrauens bitten, das ich sonst, wieich wohl weiß, zu verlangen kein Recht habe."

Er führte sie mit diesen Worten nach der Vertiefung einesentlegenen Fensters, und indem er ihr sagte, daß er unglück-licherweise ganz besonders der Unterbrechung von dem tollen,alten Manne ausgeseht sei, dessen Eintritt sie in Unruhe ver-setzt hatte, hängte er Darsie Latimers Reitkleid, welches indem Zimmer zurückgelassen worden war, über die Lehnezweier Stühle, und bildete so eine Art von Schirm, hinterdem er sich mit dem Grün-Mantel versteckte; er fühlte zugleich,daß die Gefahr, in der er sich befand, fast aufgewogen wurde,durch das Einverständniß, das ihm gestattete, diejenigen Em-pfindungen wieder lebendig werden zu lassen, welche er umseines Freundes willen in der Geburt erstickt hatte.

Das Verhältniß des Nathenden und Berathenen, desBeschützers und des Schützlings ist so besonders geeignet fürdie gegenseitige Lage des Mannes und des Weibes, daß manoft in kurzer Zeit große Fortschritte in der Vertraulichkeitmacht, denn die Umstände fordern Vertrauen von Seiten desMannes, und verbieten Sprödigkeit bei den Damen, so daßdie gewöhnlichen Hindernisse eines zwanglosen Verkehrs miteinem Male zusammenfallen.

So weit als möglich gegen Beobachtung gesichert, in .