warum, den Augenblick wahr, ihre Maske zurecht zu schieben,und zwar auf eine so starke Weise, daß Alan, als er denKopf wandte, so viel von ihren Zügen erkannte, daß er be-rechtigt war, sie als seine schöne Clientin anzureden, und dieAnerbietungen des Schuhes und Beistandes mit der Kühn-heit eines frühem Bekannten auszudrücken.
Lilias nahm die Maske ganz von ihrem hocherröthendenGesicht. „Mr. Fairford," sagte sie mit fast unhörbarerStimme: „Ihr seid ein junger Mann von Verstand undEdelmnth, aber wir haben uns schon in einer Lage getroffen,die Euch sonderbar Vorkommen mußte, und ich konnte nichtumhin, mich wegen meines vorschnellen Unternehmens denMißdeutungen blos zu stellen, da es eine Angelegenheit be-traf, an der die Gegenstände meiner theuersten NeigungTheil haben."
„Ein Antheil an meinem geliebten Freund, Darsie Lati-mer," sagte Fairford, ein wenig zurücktretend, und seinefrühere Annäherung merklich beschränkend, „gibt mir eindoppeltes Recht, der-" Er hielt inne.
„Seiner Schwester nützlich zn werden, wolltet Ihr sagen,"crwiederte Lilias.
„Seine Schwester, Madame," erwiederte Fairford imäußersten Erstaunen. — „Schwester?! vermuthlich nur seinerNeigung nach."
„Nein, Sir; mein theurer Bruder Darsie und ich sinddurch die Bande der engsten Verwandtschaft verbunden, undich bin erfreut, Ließ zuerst dem Freunde mitzutheilen, den eram meisten schätzt."
Fairfordö erster Gedanke war die heftige Leidenschaft,welche Darsie gegen die schöne Unbekannte verrathen hatte.