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Neunzehntes Kapitel.
Erzählung von Darsie Latimcr.
(Fortsetzung.)
Seinen eigenen Betrachtungen überlaffen, war Darsie nichtnur über die Veränderung seines eigenen Standpunkts, son-dern auch über den Gleichmuth erstaunt, womit er über die-sen ganzen Wechsel hinblickte.
Sein Fieberanfall von Liebe war wie ein Morgentraumhinweggeschwunden, und ließ nur ein peinliches Gefühl vonScham zurück, und den Entschluß, künftig vorsichtiger zu sein,che er sich solchen romantischen Visionen hingab. Seine Stel-lung in der bürgerlichen Gesellschaft war gänzlich verändert;aus einem umherwandcrndcn, Niemand angehörenden Jüng-ling, an welchem nur die fremden Menschen, von welchen ererzogen worden war, einen Anthcil zu nehmen schienen, warer der Erbe eines cdeln Hauses geworden, und in den Besitzeines solchen Einflusses und eines so großen Vermögens ge-kommen, daß es wahrscheinlich von seinem Entschluß abhing,ob gewisse wichtige politische Ereignisse ihren Fortgang habenoder aufgehalten werden sollten- Eben diese plötzliche Erhe-bung, welche jene Wünsche mehr als erfüllten, die ihn unru-hig umhergetriebcn hatten, seit er im Stande war, darüberWünsche zu hegen, wurde von Darsie bei seinem Leichtsinnenur mit der Regung befriedigter Eitelkeit betrachtet.
Es ist wahr, seine gegenwärtige Lage bildete ein bedeu-tendes Gegengewicht gegen diese hohen Vortheile. Der Ge-fangene eines so entschlossenen Mannes, wie sein Oheim, zusein, war keine angenehme Betrachtung, wenn er bedachte,