Vater, so wie an ihn selbst, eine beträchtliche Truppcnmaffeausbrachte. Sie wollen aber seinen Aufforderungen nicht län-ger Gehör geben, und führen unter anderem zu ihrer Ent-schuldigung Eure Abwesenheit, als ihres natürlichen Ober-haupts und Führers an. Dicß hat seinen Wunsch noch er-höht, sich Eurer zu bemächtigen, und wo möglich Euch zuvermögen, daß Ihr seinen Unternehmungen Eure Billigungcrtheilt."
„Diese wird er nie erhalten," antwortete Darsie; „meineGrundsätze und meine Klugheit verbieten gleichmäßig einensolchen Schritt. Ueberdieß wäre er für sein Vorhaben völligunzureichend. Was immer diese Leute vorwenden mögen, umEures Oheims Zudringlichkeiten zu entgehen, sie können jetztdoch nicht mehr wünschen, ihren Nacken wieder unter dasFeudaljoch zu beugen, das durch die Akte von 1748 , welchedie Vasallenverhältnisse und die Erbgerichtsbarkeit aufhob,zerbrochen wurde."
„Ja, dieß betrachtet aber mein Oheim als die Handlungeiner usurpatorischen Regierung," sagte Lilias.
„Wahrscheinlich genug mag er so denken," erwicderte ihrBruder, „denn er ist der Lehnsherr, und verliert durch dieseAkte sein Ansehen. Die Frage aber ist, was die Vasallendavon denken, welche Befreiung von der Feudalsklavcrci ge-wannen, und jetzt seit vielen Jahren sich der Freiheit er-freuen? Indessen, um die Sache kurz abzubrechen, wenn ichdurch das Aufheben meines Fingers fünfhundert Mann auf-bringen könnte, so würde ich meinen Finger nicht für eineSache erheben, die ich mißbillige, und worauf mein Oheimrechnen mag "
„Aber Ihr könnt ja temporisiren," sagte Lilias, auf welcheder Gedanke an ihres Oheims Unwillen offenbar einen star-