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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
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und glänzender Anzug ihren geringsten Reiz ausmachten,sahen hinab von ihren hohen Sitzen auf die reiche Scene un-ten, und boten selbst wieder einen Anblick dar, so blendendund schön, als der, dessen Zuschauer sie waren. Unter diesenGallerten und hinter den Tischen der Speisenden befandensich eine Menge Edelleute, gekleidet, als wenn sie am Hofeaufwarteten, deren Anzug aber, obgleich reich genug, ein kö-nigliches Paradezimmer zu schmücken, sie bei einer Scene, wiediese, nicht auszeichnen konnte. Unter diesen nun wandeltenwir einige Minuten unausgezcichnet und unbemerkt umher.Da ich mehrere junge Personen wie mich gekleidet sah, sowar ich wegen meiner sonderbaren Kleidung nicht verlegen,und freute mich nur, am Arm meines Oheims hängend, desmagischen Glanzes einer solchen Scene, und über seine Güte,daß er mir dieß Vergnügen verschafft habe.

»Nach und nach bemerkte ich, daß mein Oheim einige Be-kannte unter denen hatte, die sich unter den Gallerten befan-den, und wie wir selbst, nur Zuschauer der Feierlichkeit znsein schienen. Sie erkannten einander an einem einzigenWorte, oft nur an einem Griff der Hand, tauschten ohneZweifel besondere Zeichen aus, und bildeten allmählig einekleine Gruppe, in deren Mittelpunkt wir uns selbst befanden.

Ist cs nicht ein großer Anblick, Lilias?" sagte meinOheim.Alle Edlen, alle Weisen und alle Reichen Großbri-tanniens sind hier versammelt."

Es ist in der That Alles," sagte ich,was meine Phan-tasie von königlicher Macht und Glanz sich denken konnte."

Mädchen," lispelte er, und mein Oheim kann seinemLispeln einen so schrecklichen Nachdruck geben, als seiner Don-nerstimme,alle Edeln und Würdigen in diesem schönenLande sind hier versammelt, aber nur um gleich Sklaven und