ren wunderschön geformt und von blendender Weiße. Siewar ein wenig zur Fülle geneigt, doch nicht mehr, als ihremAlter paßte, das ungefähr sc» Jahre betragen mochte. IhrGang war der einer Königin, aber nicht einer Königin Esther,sondern der einer Basthi, einer kühnen und befehlenden, nicht ^einer schüchternen Schönheit.
Pater Buonaventura erhob sich unwillig von seinem Lager,als ob ihm das rasche Eintreten mißfalle. „Nun, Madame,"sagte er mit einiger Strenge, »warum haben wir jetzt dieEhre Enrer Gesellschaft?"
„Weil cs mir so beliebt," erwiederte die Dame ganzruhig-
„Beliebt? Madame!" wiederholte er in dem nämlichenunwilligen Tone.
„Ja, beliebt, Sir," fuhr sie fort, „und dieß mein Beliebenhält immer genauen Schritt mit meiner Pflicht. Ich hattegehört, Ihr wäret unwohl, laßt mich hoffen, daß es nur einGeschäft ist, welches diese Absonderung veranlaßt."
„Ich bin wohl," erwiederte er, „vollkommen wohl, undich danke Euch für Eure Sorgfalt, aber wir sind nicht allein,und dieser junge Mann-"
„Dieser junge Mann," sagte sie und heftete ihr großes,ernstes Auge auf Alan Fairford, als ob sie jetzt erst seineGegenwart bemerkt hätte, — „darf ich fragen, wer cs ist?"
„Ein andermal, Madam, Ihr sollt seine Geschichte erfah-ren, wenn er weg ist. Seine Gegenwart macht es mir un-möglich, mich weiter zu erklären."
„Wenn er gegangen ist, mag es wohl zu spät sein," sagtedie Dame, „und was ist seine Gegenwart für mich, wennEure Sicherheit auf dem Spiele steht? Es ist der ketzerischeAdvokat, den die einfältigen Narren, die Arthuret's, in's