Druckschrift 
22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
497
Einzelbild herunterladen
 

497

soll Euch auf's reichlichste gezollt werden, wenn der Erfolgdem entspricht, wozu Ihr mir Hoffnung gemacht habt."

Gott allein gebietet über den Ausgang," sagte PaterBuonaventura.Der Mensch gebraucht die Mittel. Ihrsehet ein, daß Ihr durch Uebcrnahme dieses Auftrags EureEhre verpfändet, die Wirkung meines Briefs auf Mr. Red-ganntlet zu versuchen, ehe Ihr die Sache bei Gericht anbringt,oder einen geschlichen Verhaftsbefehl auswirkt?"

Ich halte mich für verbunden, so zu handeln, als einMann von Wort und Ehre," sagte Fairford.

Gut, ich traue Euch," sagte der Pater.Ich will Euchjetzt noch sagen, daß ein Erpresser, den ich die letzte Nachtabfertigte, Redganntlet wahrscheinlich um viele Meilen diesemOrte näher gebracht hat, wo er es nicht sicher finden wird,irgend eine Gewaltthat gegen Eueren Freund zu versuchen,sollte er anch unbesonnen genug sein, den Rath des Mr.Maxwell von Summertrees eher zu befolgen, als meine Be-fehle. Wir verstehen jetzt einander."

Er streckte seine Hand gegen Alan aus, welcher eben imBegriff war, sie zum Unterpfand seiner Treue, auf die ge-wöhnliche Weise zu fassen, als sie der Pater schnell zurllckzog.Ehe Alan Zeit hatte, über diese Weigerung nachzudenken,öffnete sich eine kleine Seitenthüre, die mit einer Tapete ver-deckt war, die Vorhänge wurden bei Seite gezogen, und eineDame trat, wie eine plötzliche Erscheinung, leise in's Gemach.Es war keine von den Miß Arthuret's, sondern eine Frau inder Blüthe des Lebens und der völlig entfalteten weiblichenSchönheit; artig, schlank und von imponirendem Ansehen.Ihre goldenen Locken fielen über die Stirne, die nebst demherrlichen Glanze der großen, offenen, blauen Augen eineInno selbst geziert haben würde; ihr Nacken und Busen wa>

Redganntlet. g2