482
„Können die guten Seelen," dachte Fairford, „von mir fin-den Gegenstand ihrer abgöttischen Verehrung Gefahr befürch-ten?" Aber er hatte nicht Zeit, fernere Bemerkungen zumachen, den» der Fremde war bereits bis in die Mitte desZimmers vorgetreten.
Fairford erhob sich, ihn ehrfurchtsvoll zu empfangen, alser aber die Augen auf seinen Besuch richtete, glaubte er zubemerken, daß der Pater seine Blicke vermied. Seine Gründe,unbekannt zu bleiben, waren auch dringend genug, um dießerklärlich zu machen, und Fairford eilte, ihm den Zwang ab-zunehmeo, indem er seine Blicke zu Boden schlug; als er sieaber wieder erhob, fand er das große, Helle Auge des Frem-den so fest auf sich gerichtet, daß er durch die Unveränder-lichkeit des Blicks fast aus der Fassung gekommen wäre.Während dieser Zeit standen Beide.
„Setzt Euch wieder, Sir," sagte der Pater, „Ihr seid krankgewesen."
Er sprach dieß mit dem Tone eines Mannes, der einenNiederer» in seiner Gegenwart zum Sitzen nöthigt, und seineStimme war voll und sonorisch.
Fairford war etwas erstaunt, daß er sich imponiren lassedurch das Ansehen von Superiorität, das doch eigentlich nurgegen solche ansgeübt werden konnte, über welche die Reli-gion dem Sprechenden eine Gewalt verlieh; er setzte sich aberfast unwillkürlich nieder, und war in Verlegenheit, wie er-den Fuß der Gleichheit erhalten sollte, auf welchem sie, wieer wohl fühlte, eigentlich stehen sollten. Der Fremde bedientesich des Vvrtheils, den er behalteu hatte.
„Man hat mir gesagt, Euer Name sei Fairford," sagteder Pater.
Alan antwortete durch eine Verbeugung.