Druckschrift 
22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
454
Einzelbild herunterladen
 

454

Ich bin in der That nicht in solchen Geheimnissen, wor-auf Ihr anzuspielen scheint," sagte Fairford; und mit einemLächeln setzte er, entschlossen, Nanty Ewarts mittheilcndeStimmung zu gleicher Zeit möglichst zu benutzen, hinzu:Und wenn ich es wäre, so würde ich es nicht für klug hal-ten, sie so sehr zum Gegenstand des Gesprächs zu machen.Aber ich bin überzeugt, solche kluge Leute, wie Summcrtreesund der Laird, werden wohl Briefe wechseln ohne Gefahrfür den Staat."

Ich verstehe, Freund, ich verstehe," sagte Nanty Ewart,bei welchem endlich doch die genossene Flüssigkeit und derTabacksdampf eine bedeutende Aenderung hervorznbringenschien.Worüber die beiden Herren korrcspondiren? die Fragekönnen wir übergehen, pflegte unser alter Professor zu sagen;»nd was Snmmertrecs betrifft, so sage ich nichts, denn ichkenne ihn als einen alten Fuchs. Aber der Laird ist einFeuerbrand in dem Lande, der alle ehrlichen Leute aufregt,die ihr Glas Branntwein in Ruhe trinken sollten; der er-zählt ihnen Geschichten von ihren Vorfahren und vom Jahrefünfundvicrzig, sucht alles Wasser auf seine Mühle zu leiten,und spannt seine Segel nach allen Winden auf. Und weildas Volk zu London wegen einiger Lasten und Beschwerdenmurrt, so glaubt er, er dürfe nur den Finger aufheben, umsie für seine Sache zu gewinnen. Auch bekommt er von Ei-nigen Aufmunterung, weil sie seiner Geldspenden bedürfen,und von Andern, weil sie für die nämliche Sache fochten, undsich schämen, zurückzntreten; von Andern, weil sie nichts znverlieren haben; und endlich von Narren, die mit Allem un-zufrieden sind. Wenn er aber Ench oder irgend Jemand, ichsage nicht wen, in diesen Handel verwickelt hat, durch dieHoffnung, daß irgend etwas Gutes herauskommen soll, so