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Achtes Kapitel.
Fortsetzung des Tagebuchs Darsie Latimers.
Nach der Rückkehr in das Zimmer, welches ich wohl meinGefängniß nennen kann, verwandte ich über eine Stundedarauf, die seltsamen Umstände niederzuschreiben, von denenich eben Zeuge gewesen war. Ich dachte, mir jetzt einigeVermuthungen über den Charakter des Mr. Herries bildenzu können, auf dessen Namen und Stellung die letzte Sceneein bedeutendes Licht geworfen hatte; ohne Zweifel war ereiner von den fanatischen Jakobiten, deren Waffen vor nochnicht zwanzig Jahren den brittischen Thron erschüttert hatten;und von denen Manche, obschon ihre Partei täglich an Zahl,Energie und Gewalt abnahm, noch immer eine Neigung heg-ten, den Versuch zu erneuern, dessen Hoffnungslosigkeit siebereits erprobt hatten. Er war freilich gänzlich verschiedenvon derjenigen Klasse eifriger Jakobiten, mit welchen mich derZufall bisher zusammengeführt hatte. Oft hatte ich alteDamen an ihrem Theetische und grauköpfige Lairds bei ihremPunsch bedeutungslosen Verrath anspinnen hören; wobei dieErsteren sich erinnerten, mit dem Chevalier einen Tanz ge-macht zu haben, und die Letzteren ihre Thaten bei Preston,Clifton und Falkirt widerkäuten-
Das Mißvergnügen solcher Personen war allzu bedeutungs-los, um die Aufmerksamkeit der Regierung zu erregen. Ichhatte aber von einer kühneren und gefährlicheren Klasse An-hänger des Hauses Stuart reden hören, von Männern, welchemit römischem Geld versehen, heimlich und verlarvt sich inden verschiedenen Klassen der Gesellschaft umhertrieben, und