Zweites Blatt.
Bis auf die kürzlich verflossenen, kummervollen Tage, habeich in meinem Leben auch nicht wahrend eines einzigen Augen-blicks, wirkliche Sorge» zu tragen gehabt. Was ich so nannte,war, wie ich jetzt wohl weiß, bloß ein Geistesüberdruß, der,weil er in demselben Augenblick keinen Grund zur Klage hatte,ängstlich in die Vergangenheit und in die Zukunft schaut.Diese Perioden stehen mit dem eigentlichen Leben des Men-schen aber so wenig in Verbindung, daß die heilige Schriftselbst sagt: „ein jeder Tag hat seine eigene Plage."
Wenn ich also manches Mal meine glückliche Lage ver-kannte, wenn ich gegen meine unbekannte Geburt, gegen mei-nen ungewissen Rang in der menschlichen Gesellschaft zuweilenmurrte, so will ich es damit gut machen, daß ich mein jetziges,wirkliches Unglück mit Geduld und Muth und, ist es mirmöglich, selbst mit Heiterkeit ertrage. Was können, wasdürfen sie mir thun! — Ich bin überzeugt, daß Foxley einwirklicher Friedensrichter und Landgutsbcsttzer ist, obgleich ernebenbei (wunderbar ist es zu sagen) dennoch ein Esel zusein scheint; auch sein Gehülfe mit dem tuchenen Mantelmuß wohl die Folgen cinsehen, in die eine Raub- oder Mord-that ihn verwickeln würde. Solche Zeugen lavet man sichnicht zu Thatcn der Finstcrniß ein. Auch hege ich — Alan,ich habe Ursache Hoffnungen zu hegen, die ans die Familiemeines Unterdrückers selbst gebaut sind. Ich bin zu demGlauben berechtigt, daß G. M. wieder auf dem Schauplatz