26 S
endlich deutlichere Zeichen gab, daß der Feind sichnahe.
Ich öffnete die Thüre der Hütte, und bemerkte in einerEntfernung von ungefähr 200 Ellen eine schmale, aber festegeschlossene Colonne von Männern, die ich für eine dunkeleHecke gehalten haben würde, wenn ich nicht bemerkt hätte,daß sic sich schnell und schweigend näherte.
Der Hund fuhr ihnen entgegen, kam aber augenblicklichheulend zu mir zurück gelaufen, da ihn wahrscheinlich einStock oder ein Stein getroffen hatte. Ungewiß, ob Mr.Geddes sich vertheidigen oder unterhandeln wollte, war ichim Begriff, eben wieder in die Hütte zurück zu gehen,als er plötzlich an der Thüre zu mir kam und seinen Arm inden meinigen legend, sagte: „Laß uns ihnen männlich entge-gen gehen, wir haben nichts gethan, worüber wir beschämtsein müßten. — „Freunde," sagte er, indem er seine Stimmeerhob, als wir uns ihnen naheten, „wer und was seid ihr,und in welcher Absicht seid ihr hier auf meinem Eigenthum?"
Ein lautes Hohngelächter war die Antwort, und eineReibe Geiger, welche vor der Fronte hermarschirte, stimmtesogleich die beschimpfende Melodie des Liedes an, das mitden Worten anfängt:
„Luftig tanzte des Quäkers Weib,
Und lustig tanzte der Quäker."
Selbst in diesem Augenblick des Schreckens glaubte ichden Strich des blinden Geigers Will zu erkennen, den manseiner »mherstreifenden Lebensart wegen den wanderndenWillin nennt. Sie näherten sich schnell und mit großerOrdnung, voraus: „Die stolzen Geiger, Kriegsgesängespielend."
Als sie ganz nah bei uns waren, umzingelten sie uns mit