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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
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lange, so vielfach henimgezogen, verlor der unglückliche Pro-zeßführende im Laufe der Zeit Nahrung, Ruf und fast denGebrauch seiner Vernunft selbst; so steht er da vor Ew. Herr-lichkeiten, ein Gegenstand unüberlegten Spottes für die Ge-dankenlosen, des Mitleids für die Gutherzigen , und zurkummervollen Betrachtung für einen Jeden, der bedenkt, daßin einem Lande, wo vorzügliche Gesetze von biederen, unbe-stechlichen Richtern verwaltet werden, ein Mann ein fast un-bestreitbares Guthaben durch alle Formen und alle Instanzenzu erlangen suchen muß; daß er bei der wilden Jagd Ver-mögen, guten Namen, ja die Vernunft selbst verliert, unddaß er sich nun dem höchsten Gerichtshof im Königreiche na-hen muß, in dem unglückseligen Zustande seines unglücklichenClienten, ein Opfer verweigerter oder verzögerter Gerechtigkeit,und mit dem Gefühle der schwankenden Hoffnung, die dasHerz zu Boden drückt."

Die Stärke dieses Aufrufs der Gefühle bewirkte eineneben so großen Eindruck auf die Richter, wie die Klarheitder Beweisgründe Alans. Glücklicherweise war Peters abge-schmackte Gestalt mit seiner Flachs-Perrücke nicht gegenwärtig,um die ernste Stimmung zu verdrängen; als daher der jungeRechtsgelehrte seine Rede schloß, so erfolgte ein beifälligesGemurmel, die süßesten Töne, die je das Ohr seines Vaterserreichten, der sie mit Wollust einschlürfte. Gar manche Handward ihm glückwüuschend dargereicht, er erwiederte den Hände-druck im Anfang vor Angst, am Schluffe vor Entzücken zit-ternd; fast versagte ihm die Stimme den Dienst, als ererwiederte:Ja, ja, ich kannte meinen Alan, er ist derMan» dazu, Schwierigkeiten zu besiegen."

Jetzt erhob sich der Anwalt der Gegenpartei, ein alterPraktikus, der den Eindruck, den AlanS Rede hervorbrachke,