„Gott," sagte mein Ahne, „wenn Sir Roberts Tod nurein Traum wäre!"
Er klopfte an das Thor der Halle, wie er es gewöhnlichthat, und siehe da, wie gewöhnlich, öffnet ihm auch sein al-ter Bekannter Dougal Mac Callnm die Thüre und spricht:„Pfeifer Steenie, seid Ihr da, Bursche? Sir Robert hateben nach Euch gefragt."
Mein Ahne glaubt zu träumen — er sieht sich nach demFremden um, der war weg. Endlich wagt er zu sagen: „Ha,Dougal» lebt Ihr denn noch? Ich dachte ja, Ihr wäretgestorben."
„Kümmert Euch nichts um mich," sagte Dougal, „sondernnehmt Euch in Acht; nehmt von Niemanden etwas an, wederEssen noch Trinken, auch kein Geld; nur eben Euere Quittung."
Indem er das sagte, führt er ihn durch Hallen und Vor-plätze, die meinem Ahnen wohl bekannt waren, in das große,mit Eichenholz getäfelte Wohnzimmer. Da erschallten un-züchtige Gesänge, da funkelte der rothe Wein, da hörte manGotteslästerungen und Zweideutigkeiten, gerade wie zu SchloßRedgauntlet, als es in höchster Blüthe stand.
Aber, Gott halte uns in seinem heiligen Schutz, welcheschreckliche Gespenstergestalten saßen »m den Tisch! — MeinAhne kannte viele von ihnen, die längst schon heimgegangcnwaren. Da saß der stolze Middleton, der ausschweifendeRottes, der geizige Laudercale, auch Dalgell mit seinem Kahl-kopf und dem Barte, der den Gürtel berührte; Earlshall, dieHände befleckt mit Cameron's Blut, und der wilde Bonshaw,der die Glieder des gottseligen Cargill's zusammcnschnürte,bis sein Blut in Strömen floß, Dnmbarton Douglas dazu,der zwiefache Verräthcr an König und Vaterland. Der Blut-Advocat Mac Kenyie saß auch da, er, den die anderen seines