Gesichter und schrie, als wolle er sich mit seinem Herrn necken;meinem Großvater schwindelte der Kopf — er vergaß Geldund Quittung, er flog die Treppe hinab; aber, wie er sorennt, wird das Kreischen immer schwächer und schwächer;endlich ei» tiefgeathmetes, schauerliches Stöhne», da hieß esim Schlosse der Laird sei verschieden.
Gnt also — mein Großvater ging weg, den Finger imMnnd, und seine beste Hoffnung bestand darin, daß Dongalden Geldsack gesehen und den Laird von der Quittung hattesprechen hören. Der junge Laird nun, Sir John genannt,kam von Edinburg, um Alles in Ordnung zu bringen. Sir-John und sein Vater hatten sich nie gut vertragen, er hattedie Rechte studirt, und saß im letzten schottische» Parlament,wo er für die Union stimmte, weil er, wie man sagt, eineschöne Belohnung dafür bekommen hatte — hätte sein Vateraus dem Grabe steigen können, so würde er ihm zum Dankdafür das Gehirn an dem Herde zerschmettert haben. Einigeglaubten, cs hätte sich leichter mit dem alten, rauhen Ritter,als mit dem zierlich redenden, jnnge» Herrn abrechnen lassen— aber davon nachher ein Weiteres.
Dongal Mac Callum, der arme Bursche, weinte undschluchzte nicht, sondern schlich einer Leiche ähnlich im Hausumher, und machte, wie es seine Pflicht gebot, Vorbereitungenzu dem großen Lcichenbegängniß. Dougal sah mit einbrcchen-der Nacht immer schlimmer und bleicher aus, war der Letzte,der zu Bette ging, und der sich in seine Kammer schlich, diein einem Thurme dem Zimmer gegenüber lag, das sein Herrbei Lebzeiten bewohnte, und wo er nun im Todesschlaf ruhte!Die Nacht vor dem Begräbniß wußte sich Dougal nicht mehrzu helfen; er beugte seinen stolzen Geist, und bat den altenHutchcon höslichst, eine Stunde bei ihm in seinem Zimmer