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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
154
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den Redgauntlet's seit den Rittcrzeiten und auch wohl viel-leicht noch länger. Es war ein gar liebliches Gütchen; undich glaube, die Luft ist dort reiner und anmuthiger, als sonstirgendwo im Lande. Nun liegt es wüste; vor drei Tagensaß ich auf dem zertrümmerten T-orbalken und war recht froh,daß ich die Stätte, wo das Haus stand, nicht sehen konnte;aber das führt uns weit ab. Da wohnte also mein Groß-vater, Steenie Steensohn; er war ein hcrumziehender lustigerBursche in seinen jungen Tagen gewesen, verstand sich darauf,die Pfeife zu spielen, war wegen seiner Lieder und Gesängeberühmt, und zwischen Verwirk und Carlisle spielte Keinerden Dudelsack so schön wie er. Leute von Steenie's Art,traf das Schicksal nicht, für Whigs gehalten zu werden; Sowurde er ein Tory, wie sie es nannten, wir nennen sie jetztJacobiten, grade als wäre cs gar nicht anders möglich, oderals müßte man nothwendiger Weise zu der einen oder zuder anderen Partie halten. Doch war er den Whigs nichtabgeneigt, auch gefiel ihm das Blutvergießen ganz und garnicht, obgleich er, da er dem Sir Robert im Jagen und Hetzen,im Auflancrn und im Ergreifen folgen mußte, manches Un-recht zusah, auch es selbst zu thun nicht immer vermeidenkonnte.

Steenie stand also in gewisser Gunst bei seinem Herrn,kannte alle Leute, die in der Umgegend des Schlosses wohn-ten, und ward oft zu ihren Vergnügen gerufen, um auf derPfeife zu spielen. Der Kellermeister, der alte Dougal MacCallum, der den Sir Robert im Glück und im Unglück, durchDick und Dünn, durch Sümpfe und Ströme begleitet hatte,war ein besonderer Freund der Pfeife, und legte manchesgute Wort für meinen Großvater bei dem Laird ein, dennDougal konnte seinen Herrn um den Finger wickeln.