An Alan Fairford Esqnire, der Rechte Beflissener.
„Sir!
Verzeihen Sie das heutige Mißverständnis Ich erfuhrzufällig, daß Mr. Darsse Latimer einen vertrauten Freundan Hr. A. Fairford besitze. Als ich nach dieser Person frng,wies man mich zum Kreuze (wie man, glaube ich, die BörseIhrer Stadt nennt), und bezeichnet? mir einen ehrwürdigen,ältlichen Mann — Ihren Vater, wie ich nun sehe. Als ichin Browns Square, wo ich wußte, daß er wohnte, nachfrug,gebrauchte ich den vollen Namen Alan, was Ihnen natürlichdie Störung meines heutigen Besuches zuzog. Aber betweiterem Nachforschen muß ich wohl glauben, daß Sie in derSache, auf die ich Ihre Aufmerksamkeit lenke, am thäligstensein werden; und ich bcdaure sehr, daß Umstände, welche vonmeinen besonderen Verhältnissen herrühren, mich verhindern.Ihnen persönlich das sagen zn können, was ich Ihnen nunin dieser Sache mittheilen will.
„Ihr Freund, Mr. Darsse Latimer befindet sich in einerhöchst gefährlichen Lage- Sie sind wahrscheinlich davon unter-richtet, daß er gewarnt wurde, sich nicht nach England zuwagen. — Nun hat er zwar diese freundschaftliche Warnungnicht geradezu überschritten, doch hat er sich der drohendenGefahr so weit genähert, als er es nur dem Buchstaben nachthnn konnte. Er hat seinen Aufenthaltsort in einer für ihnhöchst gefährlichen Nachbarschaft gewählt; und nur eine schleu-nige Rückkehr nach Edinburg, oder wenigstens eine Reisenach entlegeneren Theilen Schottlands, kann ihn den Machi-nationen derer, die er als Feinde zn fürchten hat, entreißen.Ich muß geheimnißvoll reden, doch sind dcßwegen meineWorte nicht minder gewiß, und ich glaube, Sie werden so-weit die Verhältnisse Ihres Freundes kennen, daß Sie ersehen