„Der Teufel hole meinen Hut!" antwortete ich, rann aberdoch zurück, ihn zu holen, raffte ihn auf, und lief spornstreichswieder davon. Als ich aber die Ecke des Rasenplatzes zumzweiten Mal erreichte, hatte ich doch so viel Einsicht, einzu-sehen, daß nun alle Nachforschungen unnütz sein würden.Dann sah ich anch meinen Freund, den Färbersgesellen invertraulicher Unterredung mit einem Genossen seiner Zunft,und war überzeugt, daß sie von mir sprachen, denn sie lachtenzusammen. Auch hatte ich keine Lust durch ein nochmaligesRennen das Gerücht zu bestätigen, das wahrscheinlich vomCampells-Platz bis zu den Stufen des Mealmarket gedrungenwäre, daß nämlich der Advocat Fairford toll geworden sei;also schlich ich stille wieder in mein Zimmer zurück.
Meine erste Beschäftigung war es nun, alle Spuren dereleganten und phantastischen Zurichtung hinwegzuräumen, vondenen ich einen so günstigen Eindruck erwartet hatte; dennnun war ich beschämt und ärgerlich darüber, daß ich auchnur einen Augenblick an die Art und Weise gedacht hatte,wie ich einen Besuch empfangen sollte, der so angenehm be-gonnen, so ungenügend geendet hatte. Ich stellte die Folio-Bände wieder auf ihren Platz — warf die Rappiere in denKleiderschrank, indem ich mich dabei immer mit fruchtlosenZweifeln quälte, ob eine Gelegenheit ungenützt vorbeigegangen,oder ob ich einer Falle entgangen sei, oder ob die junge Damewirklich von der allzugroßen Jugend ihres Rechtsanwalteszurückgeschreckt worden sei. Unwillkürlich rief ich den Spiegelzu Hülfe, und dieser geheime Kabinets-Rath tbat den Aus-spruch, daß ich kurz und untersetzt sei, daß meine Physiog-nomie sich mehr für die Schranken als für den Ball eigne —nicht schön genug, erröthende Jungfrauen zum Schmachtennach mir zu bewegen, oder daß sie gar Rechtsfälle erdenken