von der Stirne zu verscheuchen bemühte, versuchte ich cs, ihnzu beruhigen, indem ich ihm beweisen wollte, daß, wenn auchder Knabe das Pferd besteigen sollte, er doch seiner eigenenSicherheit wegen langsam reiten würde.
„Ihr kennt ihn nicht," rief Josua, allen Trost zurückwei-send, „er soll etwas anständig und langsam thun — nein erwird auf dem Salomon galoppiren — er wird die ruhigeGeduld des armen Thieres, das mich so lange trug, mißbrau-chen! Ja, ich bin selbst Schuld daran, daß ich ihn nur dieZügel berühren ließ; denn solch' einen kleinen Bösewicht gabes vor ihm noch nicht im Lande."
Dann rechnete er alle Landfrevel her, deren er Benjie be-schuldigte. Er stand im Verdacht, den Rebhühnern Fallenzu stellen — war von Josua selbst darauf ertappt worden,als er den Singvögeln mit Leimruthen nachgcstellt — einschwerer Verdacht lastete auf ihm, daß er mit Hülfe eineseben so boshaften, hinterlistigen, heimtückischen Dachshundeswie er, mehrere Katzen gequält und geplagt hätte, endlich undhauptsächlich wurde er angeklagt, eine Ente gestohlen zu ha-ben, indem er sie mit eben diesem Dachshunde erjagte, wel-cher so gewandt im Wasser wie auf dem Lande war. Ummeinen Freund nicht noch mehr zu erzürnen, stimmte ich mitihm ein und erklärte, daß auch ich — aus eigner Erfahrung— den Buben zur Satansbrut rechnete. Josua Geddes abertadelte den Ausdruck als zu übertrieben und unziemend imMunde eines nachdenkenden Mannes, und ich wollte den Aus-druck eben als eine gebräuchliche Redensart vertheidigen, alswir vom jenseitigen Ufer des Bachs her ein Geräusch hörten,welches anzuzeigen schien, daß Salomon und Benjie im Streitbegriffen wären. Die Sandhügel, hinter welchen er sich vcr>barg, hatten ihn seiner Absicht gemäß unseren Blicken ent-