Druckschrift 
22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
72
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dann beleuchtet, wenn die Sonne hoch am Horizonte sieht-Blickst du in das Thälchen hinab, so siehst dn einen schäu-menden Bach, der in flüchtiger Schnelle jenem Dickicht enteilt,wie ein Renner, ungeduldig das Ziel zu erreichen; schaust dunoch aufmerksamer hin, so kannst du einen Theil eines hohenWasserfalls bemerken, der durch das Laub durchschimmert, undohne Zweifel den schnellen Lauf des Baches verursacht. Tieferhinab wird der Strom sanfter und erweitert sich zu einemruhigen Wasserbecken, welches zwei oder drei Fischerböten zueinem natürlichen Hafen diente; weil cs gerade Ebbe war,lagen sie auf dem trockenen Sand. Einige elende Hütten,wahrscheinlich von den Eigenthümcrn der Böte bewohnt, wa-ren am Ufer des kleinen Hafens sichtbar, doch standen sie injeder Hinsicht dem Gebäude meines Wirthes nach, wenn schondas elend genug war.

Es blieben mir nur eine oder zwei Minuten, diese Bemer-kungen anznstcllen, aber selbst während dieser kurzen Zeitkonnte mein Gefährte den Ausbruch seiner Ungeduld nichtmäßigen, und rief mehrmalsChristal, Christal Nixon", bisder alte Mann, welchen ich den Abend znvor gesehen hatte,an der Thüre einer der benachbarten Hütten oder vielmehrNebengebäuden erschien, das früher erwähnte schwarze, kräf-tige Pferd gesattelt und gezäumt herbeiführend. Mein Führerwinkte dem Christal mit dem Finger, und, indem er sich weg-wandte, schlug er den Weg nach dem steilen Hohlwege ein,der das abgeschlossene Thal mit dem offenen Lande verbindet.

Hätte ich den Weg, welchen ich den vergangenen Abendmit solchem Ungestümm hinabgceilt war, genauer gekannt, ichzweifle sehr, ob ich es gewagt hätte, hinabzusteigen; denn erverdiente eigentlich nur den Namen eines Canals, welcherzum guten Theil mit Wasser gefüllt, die Ströme des nächt-