Druckschrift 
22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
33
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und flehe da, in einer Stunde hatte er nicht nur meinenKorb bis zur Hälfte gefüllt, sondern er lchrlc mich wirklichmit meinen eigenen Händen zwei Forellen tvdten. Das, undweil Sam Heu und Hafer (das Bier nicht zu vergessen) indem Wirthshaus recht gut fand, flößte mir zuerst Len Ge-danken ein, einen oder zwei Tage hier z» bleiben; dem lachen-de» Spitzbuben von Fischerknabcn habe ich, weil ich einenandern Hirten für ihn miethete, die Erlaubniß verschafft,mich begleiten zu dürfen.

Eine ordentliche, reine Engländerin ist Gastgeberin dieseskleinen WirthShanses, meine Schlafstube wird mit Lavendelgeräuchert, hat ein nettes Schiebfensterchen und überdies sinddie Mauern mit Balladen von der schöne» Rosamnnde undder grausamen Barbara Allan bedeckt. Wie unrein auch dieAnssprache der Wirthin sein mag, meinem Ohre klingt flchöchst lieblich; denn noch habe ich die traurige Wirkung nichtvergessen, die eure breite, langsame nordische Aussprache (fürmich der Ton eines fremden Landes) auf meine kindlichen,Organe hcrvorbrachtc. Ich weiß wohl, daß ich seitdem dasSchottische völlig erlernt habe und wohl noch manchen schot-tischen Provinzialismus dazu. Immer aber noch scheint derenglische Accent meinem Ohre wie eines Freundes Stimme,und wenn ich ihn selbst in dem Munde eines wanderndenBettlers hörte, so verfehlte er doch nie, mir ein Almosen zuentlocken. Ihr Schotten, die ihr auf eure eigene Nationalitätso stolz seid, müßt fle auch in Anderen ehren.

Den nächsten Morgen wollte ich wieder an den Stromgehen, wo ich die vorige Nacht zu angeln angefangen hatte,ward aber durch einen gewaltigen Regenschauer, der den gan-zen Vormittag anhiclt, daran verhindert. Während dieserZeit hörte ich meinen Schurken von Führer seine unzüchtigenRedjMottet. z