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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
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Ms in der Jronmonger-Gasse in Gnildhall zu London, dessenBriefe eben so sicher wie das Quartal ankommen, hat mir,wie ich dir sagte, auf meinen Listen Geburtstag die doppelteSumme geschickt, und hat mich nach seiner lakonischen Weisedabei versichert, daß sie die zukünftigen Jahre noch verdoppeltwerden wurde, und zwar so lange, bis ich die Verwaltungmeines eigenen Vermögens übernehmen kann. Bis zu mei-nem zurückgelegten Lösten Jahre soll ich es vermeiden, Eng-lands Boden zu betreten, und er empfiehlt mir an, alle Nach-forschungen, meine Familie und meine Verhältnisse betreffend,für jetzt noch zu unterlassen.

Erinnerte ich mich nicht meiner armen Mutter in ihremtraurigen Wittwengewande, mit einer Miene, die nie lächelte,sie müßte denn mich angeblickt haben und selbst dann dü-ster und trübe, gleich der Sonne, wenn sie durch Aprilwolkenscheint; entfernte nicht ihr mildes matroncnartiges Angesichtund ihre Gestalt solch einen Verdacht, so würde ich mich fürden Sohn eines Direktors der indischen Compagnie oder ir-gend eines reichen Bürgers halten, der mehr Rcichthum alsGrazie besaß, und eine kleine Dosis Scheinheiligkeit oben-drein, und der Jemanden, dessen Dasein ihn beschämt, heim-lich erziehen und bereichern will. Aber wie gesagt, ich denkean meine Mutter, und bin eben so sehr überzeugt, daß auchnicht der leiseste Gedanke an Schande aus einer Sache ent-stehen kann, worin sie verwickelt ist, wie ich cs vom Daseinmeiner Seele bin. Indessen bin ich wohlhabend, bin allein,was kann nun meinen einzigen Freund zurückhalten, meinenWohlstand zu theilen?

Bist du denn nicht mein einziger Freund? Hast du dirdenn nicht ein Recht erworben, meinen Wohlstand zu thei-len? Beantworte mir das, mein Alan. Als ich von der

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