Druckschrift 
23 (1852) St. Ronans-Brunnen
Entstehung
Seite
640
Einzelbild herunterladen
 

alfo Har, bag ge ben SGBeg etngeftblagen batte, aber Morn*brap roagfe gtb feine Mutbmagung ju erlauben, ju meltbetStunbe ober in reeller '-Jlbgtbt ed geftijeben fei. Statbbember gjfab ftcb über eine halbe ISierfelmeile bur# ein ©ebüftbpon Sieben unb Maulbeerbäumen manb, erreiibte er bad Uietbed breiten SEalbbaibed, unb maib nun felftg unb fteil, ftbmie=rig für ben Jfranfen, gefabrlicb für ben 3ter»enftbroatben. Oftnabte er fttb biebt bem (teilen Slbbang bed Seifend, ber fitbüber ben SBalbbatb neigte, roeltber balb braufenb unb f<bäu=menb eilenb babin tobte, balo toieber in tiefen freifenbenSBirbeln ju ftblummern festen, ©leitb bem Serberben brimgenben fiautbe bed ©amumd fanf auf Morobrap’d ©eiß badS3ilb ber Serfutbungen laflenb nieber, meltbe biefe gefäbtlitbenUmgebungen einem »erjroeifelnben, überreizten ©emütb bar=bieten mußte, unb er fab ßtb gezroungen, einen Slugenblttfgeben ju bleiben, Stljem ju ftböpfen, um einigermagen £etrbiefer gräßlitben Slbnungen ju merben, beoor er im ©tanbemar, meiter zu eilen. ^Jatricf unb bie Mäbdien aber ßüßer=ten einanber ju: „©ad arme Äinb! — ©ad arme fitnb! —O gebe hoch ©ott, bag ge gib niibt ganz felbß übertagenmar. — Möge ©ott ibr boib feinen Seißanb gefenbet haben.“

„3n biefem Slugenblitf batte man ben alten ©ärtnet - bimter ihnen rufen: „©näbiger §>err — ©t. 3?onand — ©na*biger §>ert — itb habe gefunben — itb habe gefunben —“

„Sag aibemlod »or Stngg rief Mombrap: „£abt 3b*meine ©tbmeger gefunben?“

Ser Sllte antmortete nitbt, bid er oben mar, unb bannentgegnete er auf bie bringenb mieberbolten Stagen feined©ebieterd, mit geroobnter Umgänblitbfeit: „9tein, Mig Slarahabe itb nitbt gefunben, aber itb fanb etroad, bad ©ie febtungern oerlieren mürben — 3bt ftböned Saßbmeger.“