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23 (1852) St. Ronans-Brunnen
Entstehung
Seite
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mit irgenb Semanb »atnffl, fo rauft bu Semanb wiffen, mitmelchem eine Sroifligfeit nicht unroahrfcfeinlich ift. 5Du bifteine fonberbare unb närrifebe Sirnc — aber bu bif »ernünf=iig genug, meber bich nod) mich übet einen fpunft, bet bie©fre betrifft, su beunruhigen, eß fei benn mirflicf Urfacfjebaju.“

Stara befeuerte noch einmal, unb jroar mit bem innig-fien Sefireben, fitb ©tauben ju »erfetjaffen, baff, maß fte ge=fagt, nur auß allgemeinen Folgerungen entffanben fei, unbnur Sefünbtungen betreffe, melche ihreß SSruberß 2lrt unbSeife su leben in ibr beroorgerufen batten, ba fte ihrer 3 Jlei-nung nach ihn fo leicht in bie ©ireiligfeiien hinein jtebenfönnten, melche bie eble ©efetlfcbaft am ©efunbbrunnen fooft entjmeiten. fKombrap horchte ihren 3$erft<herungen jmei=felnb, ober »ielmehr ungläubig ju. ©nblich entgegnete er:

„®ut, ©lara, ob ich Stecht ober Unrecht mit meinen 3Jer=muthungen haben mag, eß märe graufam, bich länger juquälen, befonberß rcenn ich benfe, maß bu eben für mich ge=than hafi. Stilein fei gerecht gegen beinen Sruber, unb glaube,bafj, menn bu irgenb etmaß »on ihm ju forbern haft, eineeinfache ©rflärung beiner Sünfche beffer fein mirb, alß mennbu auf heimlichem Sege ihn nach beinern Sillen ju lenfen»erfuebff- ©ib folche ©ebanfeu ja auf, meine theure Slara,bu biü ber £tfl nicht gemachfen, unb märcfl hu ber mahreSJtachiaoelt betneß ©efchlechtß, fo fotltefi bu hoch Sohn ÜD?om=brah nicht irre führen.“

Snbem er fo fprach, »erlief er baß 3>ntmer, unb fehrtenicht surücf, obgleich feine ©chmeffer jmeimal nach ihm rief.2ßaht ifi eß, baf fte baß Sort Sruber fo fchmach außfprach,baf »ielletcbt ber £on fein Ohr nicht erreichen fonnte. „@riff fort,“ fagte fte, „unb ich hatte nicht Äraft, eß außpfprechen-