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dem Fleisch (h. i. nach seinen eigenen Kräften) dasVollbringen nicht: aber nach dem Geist und durch dieGnade Gottes wollte und that er alles Gute. (Phil.-1, 13. 1 Thess. 2, 10.) Hast du nun ein redlichesund ernstliches Wollen, so bitte und flehe nur herzlichzu Gott, er wird dir auch das Vollbringen geben.(2 Cor. 3, 5. Phil. 2, 13.)
7. Ich bin schon ein guter Christ, und darf
nicht erst einer werden.
Antwort. Du heißest zwar ein Christ, aber prüfedich, ob du cs auch in der That bist? Es sind nichtalle wahre Christen, die Christen heißen; denn ein Christmuß das, was er mit dem Munde bekennet, auch inder That beweisen, und das thun die Allerwenigsten.Du sprichst wie jener heuchlerische Bischof zu Laodicea:Ich bin reich und habe gar satt (oder: bin ein guterChrist): aber du weißest nicht, daß du bist elend, jäm-merlich, arm, blind und bloß. (Offcnb. 3, 17.) Nichtder Name, sondern die That beweiset einen wahrenChristen. Darum siche wohl zu, daß du bei deinemChristennamen nicht lebest wie ein Heide, ja noch wohlärger; sondern bitte Gott um den heiligen Geist, undlaß dich von demselben leiten und regieren, damit duauch so lebest und wandelst, wie's Christen gebühret.
8. Ich bin ein ehrlicher Mensch; ich bin
kein Hurer, kein Ehebrecher, kein Dieb,kein Mörder, kein Flucher, kein Säufer.
Antwort. Das sind die Sünden noch lange nichtalle, die uns vom Himmelreich ausschließen. (Siehe Gal.5, I!) — 21. und 1 Cor. 6, 0. 10.) Wie siedts nunum die andern, als Lügen, Betrügen, Ungerechtigkeit,Geiz, Hochmuth, Zorn, Haß, Feindschaft? u. s. w.Und gesetzt auch, daß du von groben Lastern frei wä-rest, die auch ein Heide oft aus Furcht der Schandemeidet, so wirst du doch verloren gehen, wenn nichtdein Herz und ganzer Sinn durch r.»ahrc Buße undGlauben verändert und erneuert werden; „denn in