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würdig zu machen, obwohl mau uur nach den härtesten Prüfungenin ihren Verein ausgenommen werden konnte. Demnngeachtet zähltedie fromme Gemeinde bald 70 Männer, und darunter viele Adelige.Der Verein wurde im Jahre 1364 von Urban V. bestätigt, und vonPaul V. unter die Bettelorden ausgenommen. Aber gerade ihr Bei-spiel hat bewiesen, wie gefährlich für jede religiöse Anstalt der Besitzzu großer Neichthümer ist. Jesuaten nannte man sie, weil ihre erstenStifter stets den heiligsten Namen JesnS im Mnndc führten; diesemNamen aber fügten sie auch den des heil. Hieronymus bei, den sicals ihren Patron erwählten. Anfangs nnn übten diese Mönche diestrengste Armnth und führten ein sehr abtödtnngSvolleS Leben, ver-pflegten die Kranken nnd gaben sich in ihren meisten Häusern mitPharmazie ab. Andere dagegen trieben Brennerei nnd verkauftenBranntwein, eine Beschäftigung, von der sie den NebernamciiBrann twei n väter (»li >nüri dell ngim viln) erhielten. Alö sieaber ans diese Weise reich geworden waren nnd in ihrem Eifer im-mer mehr nnd mehr nachließcn, hob sie Clemens IX. im Jahre1668 ans, nnd verwendete ihre Güter zur Bestreitung der Kosten deswegen Candia gegen die Türken ansgebrochenen Krieges. Indesbefinden sich in Italien annoch einige Häuser dieses Ordens.
Dieser Orden nährte auch bedeutende Männer in seinem Schoos.Auster Johann von Tossignan gehört noch der gelehrte Bischofvon Foligno, Anton von Siena, der selige Hieronymusvon Venedig, Paul Morigia und noch manche Andere unterseine vorzüglichsten Zierden.
Tic Stifterin der Jesnatincn ist die fromme KatharinaColombino, eine nahe Verwandte des Johannes Colombino. Festentschlossen, daö Leben der Jesnaten in Allem nachznahmcn, gesell-ten sich alsbald Genossinen in Masse zu ihr. Sic weihte daher ihreigenes Harts znm ersten Kloster; die Schwestern aber lebten vonHändcarbeit, nnd sammelten, falls der Ertrag nicht genügte, mitganz verhüllten Gesichtern Almosen. Sie übcrtrascn die Jesuatennoch darin an Strenge, dast sic ohne Sandalen barfust gingen.Der Orden erwarb sich viele Klöster, folgte mit den Jesnaten den-selben Satzungen, trug weiße Röcke mit ledernen Gürteln, lvhfarbeneMäntel und weistc Weihet. Diese Frauen nun verharrten in ihrem