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1 (1845)
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Hebung?» bildete, gewesen waren, gingen eines Tages zur Voll-ziehung ihrer Verpflichtung an dem Feste der Aufnahme Maria'S inden Himmel im Jahre 1233 in ihr Oratorium, und hier nun wur-den sic alle göttlich begeistert, auf die Welt zu verzichten, ihre Güterzu verkaufen, und sie unter die Armen auSzntheilen. Sie thatcn esmit dem festen Entschlüsse, für die Zukunft nur noch von Almosen zuleben, und boten ein zu erbauliches Schauspiel dar, als daß manden Finger Gottes dabei hätte verkennen dürfen. Ter Bischof vonFlorenz, ArdinghnS, der uns stets als ihr geistlicher Rathgcbcrerscheint, bestärkte sic immer mehr und mehr in ihrem heiligen Entschlüsse,versprach ihnen seinen Schutz, und erlaubte ihnen, auf dem MarS-fclde, daS vor den Mauern der Stadt liegt, ein Bethaus undeinen Altar zu errichten. Hier nun legten sic das weltliche Gewandund die Rathsherrn-Jnsignien ab, und nahmen ein ärmliches Kleidvon aschgrauer Farbe an, trugen härene Hemden auf dem bloßenLeibe, und gürteten sie mit eisernen Ketten, um den Kampf mitdem Fleische siegreich zu bestehen. Den 8. September 1233 erwähl-ten sie sofort den Vonfiglio Monaldi zu ihrem Superior.Als man sie aber in solchen Kleidern cinberwandern sah, riefen so-gar die Kinder aus:dies sind die Diener der heiligstenJungfrau Maria," woher sic den Namen8orvi LlarinoVira-inis" oder abgekürztSerViten" erhalten haben.

Ilm den häufigen Besuchen aber, welche sie wegen der Heilig-keit ihres Lebens erhielten, zu entgehen, entfernten sic sich vonFlorenz und zogen sich auf den M ontc - San a rio, welcher neunitalienische Meilen von dieser Stadt entfernt liegt, zurück. Hier nunnahmen sie mit Wurzeln und Kräutern vorlieb, wie sie das Gebirgeihnen darbot, bewohnten elende hölzerne Zellen, und beschäftigtensich einzig mit der Lobpreisung der heiligsten Jungfrau. Sofort er-hielten sic von ihrem Bischöfe die Erlaubnis!, in der Stadt und inihrer Umgebung um Almosen zu bitten. > Diese Genossenschaft nun,

' Die strengen Hebungen, denen sie oblagen, hotten nothwendig zur Folge,daß sie nicht mehr bei einer so geringen Nahrung bestehen konnten. So wardenn also das Almosensamnieln durch Gesundheitsrücksichten geboten. Allein dieweite Entfernung des Monte-Sanario von der Stadt machte das Hin- undHerreisen in ein ein Tage zu beschwerlich. Sie bauten sich daher an demihnen vom Bischöfe angewiesenen Platze Easiaggio, der vor dem Thore, wel-