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einen sonderbaren Contrast nüt der sonstigen, so großen Arinnth derKlostersrancn und der Strenge ihres Lebenö. Unbedingter Gehor-sain, strenge Arinnth und nnunterbrochcnes Beten und Kasteien,viele Fasten, und wechselseitige Verrichtung der beschwerlichsten undniedrigsten Handdienste bilden ihre Hauptsatznngcn. Ihre Ordens-tracht besieht in einem sehr engen weißen Rock von grobem Zeug,der mit einem ledernen Gürtel aufgcschürzt wird; für alle Zeremo-nien haben sie eine schwarze Tracbt mit einem großen schwarzenMantel. UebrigenS fanden sie in andern Ländern wenig Eingang,erschienen nur in einzelnen stets unbedeutend gebliebenen Klöstern,und erfreuten sich selbst in Amerika keiner besonders günstigen Auf-nahme.
Was den gegenwärtigen Bestand der Augnstincrinen anlangt,so enthält die Hauptstadt der Welt fünf Klöster derselben (zu densieben Schmerzen, zu den Jungfrauen, zu der heiligen Katharina beiden Seilern, zur heiligen Martha beim Collegium Romannm, zurheiligen Pudentiana). Außerdem haben sie noch Häuser zu Abbe-ville, Arras, Anrcrre, Chateau Gontier, alle vier in Frankreich,St. Croee bei St. Miniato in Toöeana, Krakau, Lauis, Lima,Monte Carosso in der Schweiz, Orbee in Frankreich, Paderborn,Venedig n. s. w. '
Die Barfüßer inen dieses Ordens haben, wie es scheint, ausder pvrcnäischcn Halbinsel unsere Tage nicht erreicht. Doch sindnoch einige Häuser dieser gottgcwcihten Jungfrauen vorhanden. InRom haben sic ein Haus jenseits der Tiber und im österreichischenKaiscrstaate sind zwei Häuser mit 60 Individuen.
Ccttuinn'.
Der dritte Orden, den der heilige Franziskus von Assisi unterdem Namen „Büßcrordcn" für Personen beiderlei Geschlechts, diein ihren Privatwohnnngen ein zurückgezogenes Leben führen wollten,gestiftet hatte, gewährte einen so großen Nutzen, daß mehrere Mönchs-orden hierin den Patriarchen der Minoriten nachahmtcn, wie dieMinimen, die Dominikaner und Karmcliten. Auch die Augustinerhatten Tertianer, über deren Stiftung freilich die sonderbarsten' Vgl. P. Karl vom heil. Aloys, Statistik S. 509.