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die Andern durch seine Worte und Werke belehrend. Sein väter-liches Erbe schenkte er der Kirche von Tagaste, mit der einzigenBedingung, daß ihm der Bischof jährlich so viel verabreichte, alszu seinem und seines Sohneö Unterhalt in dem angctretenen Standenothwcndig sei. Diese neuen Ordensbrüder hatten kein persönlichesEigenthnm, und das Haus sorgte für die Bedürfnisse eines Jeden.Daher nun leitet der Orden der Augustiner-Einsiedlerseinen Ursprung. ^
Mahre Eiilstchung des Augustiiierordcno.
Gemäß den Ansichten jener Zeit über die Vortrefflichkcit desKlosterlcbcnö ist es uuvczweifelbar gewiß, daß sich der heil. Augu-stin in seiner Zurückgezogenheit einer solchen Lebensweise widmete.Allein geradezu behaupten, die Einsiedler von Tagaste haben vondiesem heil. Kirchenlehrer eine geschriebene Regel erhalten, und ihreGenossenschaft sei das einzig wahre Musterbild der nachmals soverbreiteten Klöster, wäre eine eben so grundlose Ansicht, als dieAnsprüche der Einsiedler dcö heil. Augustin, wenn sie ihren Ursprungin ununterbrochener Linie bis auf die Kloster von Tagaste undHippo zurückführen wollen. 2 Wenn cs auch gewiß wäre, daß dienordasrikanischeu Mönche, durch die Einfälle der Vandalen zerstreut,sich nach Italien und die übrigen Länder geflüchtet haben, wiekönnte man sich diese seltsamen Launen der Geschichte erklären, übersolche Thatsacheu mehr als 700 Jahre lang eigensinnig zu schwei-gen? Wenn aber die Einsiedler dcö heil. Augustin wirklich Söhnedieses berühmten Kirchenvaters sind, warum haben ihnen dann die
r Es würde die Grenzen unseres Werkes weit überschreiten, wollten wirdie ganze fernere Wirksamkeit des heiligen Augustin angeben. Er wurde imJahre 386 Bischof von Hippo und starb den 30. Ang. 430 i» seinem 76sten Le-bensjahre, wovon er gegen 40 im Dienste der Kirche zngebracht hatte.
2 Zn Hippo stiftete unser heiliger Bischof mit Hilfe des BischofeS Vale-rius eine neue Genossenschaft, ein Seminar. Der heilige Paulus grüßte ineinem Briefe, den er im Jahre 384 an den heiligen Augustin schrieb, derenGlieder. Ans diesem Seminar ging eine große Zahl Bischöfe hervor, diedurch ihre Kenntnisse und die Heiligkeit ihres Lebens die Zierde der afrikani-schen Kirche waren; dazu gehören unter andern Alypinö von Tagaste, Evo-dias von Nzala, Possidius von Calama, ProfntnrnS und Fortnnatus vonCirta, Severns von Milevis, Urban von Sicca, BonifacinS n»d Peregrinus.