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1 (1845)
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gehegt und ausgcführt habe. Allein diese Idee einer vollkommenenSolbstvcrläugnuug war bei beiden nur eine Wirkung der Gnade.Und was liegt deßwcgcn daran, daß sie der heilige Franziskus zuerstrcalisirte? Muß mau ja doch das Berdieust, auf sie gekommenzu ftyu, auf den allein übertragen, von dem alle guten und groß-artigen Entwürfe kommen!

Bei dem zweiten im Jahre 1221 zu Bologna abgehaltcnenGcucralkapitel ergab sich das überraschende Resultat, daß der Ordenbereits 60 Klöster zählte, welche man in 8 Provinzen theilte, unterdenen Spanien, Frankreich, Deutschland, England und Ungarn inbesonderem Ansehen standen. ' Ruhig über das glückliche Gedeihenseines Ordens entschlief der heilige Dominikns noch in demselbenJahre sanft im Herrn. Wenn die Erzählung des heiligen Antonius,daß er auf dem Todbctte denen den Fluch gab, welche seinem OrdenEinkünfte und Besitzungen geben würden, wahr ist, so kann mandaraus schließen, wie fest er überzeugt war, daß die Verdienste unddie hohe Achtung der Dominikaner von ihrer Armuth bedingt seien.UcbrigenS fing der Orden erst unter dem Gencralatc des PatersBartholomäus Toner au, uach einem Privilegium Martins V., Ein-künfte und bewegliche Güter zu haben. Der Leichnam des heiligenDominikus wird in einem der schönsten Kloster der Stadt Bolognaaufbewahrt. Papst Gregor IX., der ihn als Patriarch von Aguileabeerdigt hatte, versetzte ihn im Jahre 1234 unter die Zahl der Heiligen.-

> Die übrigen-drei waren: Provence, Lombardei und Rom.

r Dominikns war mittlerer Gestalt, zarten Körperbaues. Seine GesichtS-züge waren schön zn nennen, seine Gesichtsfarbe frisch und roth. Bart undHaupthaare spielten in's Röthliche hinüber. Seine Stimme war kräftig undhelltönend. Bon Gemüthsart erwies er sich stets heiter und aufgeweckt. ZnEntschließungen war er rasch, in deren Ausführung entschieden und ohne Wan-ken; hegten auch Andere Zweifel, so ließ er sich nicht irre machen, gleich alsdürfte er des Erfolges zum Voraus versichert sehn. Seine Reden waren immererbaulich; stets standen ihm Beispiele ans der heiligen Schrift zu Gebote, umzur Liebe zu Christus zn .erwecken, zu Geringachtnng des Zeitlichen zu bewegen.In seinen Predigten offenbarte sich eine glühende Bcrcdtsamkeit und er wußtedas Verkündete seine,: Zuhörern recht eindringlich an das Herz zu legen. EinGeistlicher, der ihn so trefflich predigen hörte, fragte ihn einst: ans welchenBüchern er den erhabenen Stoff geschöpft hätte?Ans dem Buche der Liebe,crwiedcrte Dominikns; hier findet man Belehrung über Alles/' Deswegen wieser auch irrende Brüder mit der ausgesuchtesten Milde zurecht. Vgl. Hurter,Geschichte Jnnoccnz III-, IV., 295.