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Tic Rcgcl selbst giebt deutlich zu erkenne», daß von eigentlichenReligiösen und Rcligiosinen gar nicht die Rede sei, sondern mir vonweltlichen Leuten, welche ihre Geschäfte sorisetzten, auch ihre frühereTracht beibchielten, sich nur zu gewissen Andachtsübungcn, Bnß-werkcn und frommen Verrichtungen durch ein einfaches Versprechenverpflichteten, und in dem Gürtclstrick mit zwei Knoten ein Mementound ein gemeinschaftliches Erkennungszeichen zugleich trugen. Alseine seltene Ausnahme hievon erschienen in Italien, Spanien undFrankreich einzelne Männer und Frauen dieses dritten Ordens inder vollen Tracht der Minimen, waS zwar geduldet, aber keines-wegs befördert wurde.
Einmal nur versuchten im Jahre 1530 einige Tcrtiarierincnder Stadt Toledo, sich zu einem gemeinschaftlichen Leben in einemKloster zu sammeln und eigentliche Nonnen des dritten Ordens znwerden. Allein diesem Vorhaben widersetztcn sich die Minimen sokräftig, daß diese andächtigen Frauen trotz der schon erhaltenenpäpstlichen Genehmigung in andere Klöster vcrtheilt werden mußten.
Fünftes Kapitel.
Prediger-Brüder; der heil. Deminikus, ihr Stifter.
Der heil. Dominikus wurde im Jahre 1170 zu Ealaruega, vorAlters Calaroga genannt, im Bisthume Osma, in Allkastilien, gebo-ren. Er ward schon vor seiner Geburt durch einen geheimnißvollenTraum angedcntet, welcher seiner Mutter zum Voraus sagte, waseinst ans ihm werden sollte, daß er nämlich durch seinen Feuereiferund durch seine glühende Liebe unendlich viele Häretiker erleuchten,und sie anö der Finsternis! des JrrlhnmS wieder zum Lichte derWahrheit führen sollte. Wohl mochte seine Mutter ängstlich-gestimmtwerden, als ihr träumte, sic werde statt eines holden Kindes einenkleinen Hund gebären, welcher eine helllcnchtendc Fackel in seinerSchnauze hielt. Aber welch' eine glückliche Deutung erhielt nichtder sonderbare Traum in der Folgezeit? — Schon in seiner zartenJugend hatte Dominikus keine Freude an den Zerstreuungen seinesAlters, liebte das Schweigen und die Einsamkeit, und bereitete sich