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Abkunft durch den dcr Frömmigkeit noch verdunkelt wurde. „Manwird, sagt Jubin, ' ebensosehr mit Erstaunen als Erbauung er-füllt, wenn man sieht, wie diese edlen Frauen auf die irdischenVortheile und auf die Pracht der Größe verzichten und unter Lei-tung fremder Personen ein Leben führen, das über ihr Geschlechtund ihr Alter erhaben ist, und das selbst die stärksten Männer ab-schrccken muß, wenn sie nicht von den lebhaftesten Gefühlen dcrFrömmigkeit darin unterstützt werden. Allein das Beispiel solcherMädchen beweis't, daß cs keine Lebensart giebt, mag sie auch nochso erhaben und streng erscheinen, die nicht von schwachen und jun-gen Personen ergriffen werde» könnte, wenn Gott nnS das Wollencinflößt, und seine Gnade, die uns den Weg dazu bahnet, durch dieKraft des inncrn Trostes sie unterstützt und crmnthigt. Denn niemalsverläßt Gott diejenigen, welche die Lüste und Freuden dieser Weltfliehen, und den schmalen und schmerzcnrcichen Weg wandeln, derzur Vollkommenheit führt. Maria und Franziska von Luccnagaben fortwährend Beweise von den Wirkungen der göttlichen Barm-herzigkeit, und stets waren sic durch ihren Rath und ihr Beispielfür ihre Schwestern ciu Gegenstand dcr Erbauung." Diese Kloster-frauen verbreiteten sich zur Zeit ihrer höchsten Dlüthe nur über14 Klöster mit 300 Mitgliedern. Ihre Regel und ihre Kleidungist ganz dieselbe, wie bei den Minimen. Die Supcriorin eines jedenKlosters wird Mutter Eorrcetrir genannt.
Was den gegenwärtigen Bestand dieser Ordensschwestern be-trifft, so scheint er freilich nur ans einige wenige Klöster eingeschränktzu seyn. Gleichwohl bestehen noch Klöster derselben zu Palermo,der Hauptstadt ans der Insel Sieilien, und zu Todi, im Kirchen-staate, während vielleicht andere noch bestehende unbekannt sind.
5. Minimen-Tcrlmricr.
Eine eigentliche Regel für seinen dritten, ans Männern undFrauen bestehenden Orden, verfaßte Franziskus von Paula erst imJahre 1501. Allein cs begegnen unö schon vor seiner Reise nachFrankreich Spuren von Tcrtiariern in dem Städtchen Atila.
> Vies des I^»»dulrices d'ordres reliAieux t. I. >>. 109. Dies Merkchen,voll der besten und erbaulichsten Betrachtungen, beurkundet eben so sehr denScharfsinn und die Gelehrsamkeit des jungen Verfassers, als seine Frömmigkeit.