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1 (1845)
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Treu ihrer ursprünglichen Bestimmung befaßten sich die Kapuzinerim Allgemeinen nicht mit den höheren Wissenschaften, und obwohlihr Orden berühmte Schriftsteller aufweisen kann Hz. D. den PaterJveS, Bernardin von Pequigny (1710), Athanasinö Molo, Zacha-rias Boveriuö u. s. w.), so erhoben sich doch seine Mitglieder gewöhnlichnicht viel über die Sphäre deS Volkes. Mit diesem stimmten sic durchdie Einfachheit ihrer Sitten und Gewohnheiten überein, traten inseine Anschauungsweise und nahmen Theil an seinen unschuldigenFreuden. Unbekannt mit den Feinheiten der gebildeten Stände, ver-hüllten sie sich gerne in ihrer Armuth, wie in einen Mantel, dessengeringe und manchmal znrückstoßcnde Außenseite den Unglücklichenherbeizog und seine Klagen laut werden ließ.

UebrigcnS wird man vielleicht mit Staunen hören, daß auchin der Welt hochgestellte Männer den groben Habit und den dcmüthi-gcn Namen dieser Kapuziner nicht verschmähten. Wir wollen, sagtPicot, 2 nicht von Alphvns von Este, dem Herzoge von Modena,sprechen, der ans irdische Größe verzichtete, in München im Jahre1626 bei den Kapuzinern die Mönchskutte anzog, und bis zu seinemTode, achtzehn Jahre lang, den Ucbnngen der Selbstvcrläugnnng,der Dcmnth und der Buße oblag. Ein eben so glanzvolles Beispielist in Frankreich das Heinrichs von Joycnse (1608), eines Brudersdes Kardinals gleichen Namens. Auch er hatte bei den Kapuzinern daöOrdcnsgewand genommen. Allein während der Gräuel des Bürgerkriegesverließ er sein Kloster, verlor seinen Berns aus den Augen, stelltesich an die Spitze der Armeen und wurde selbst französischer Mar-schall. Die Welt und ihre Eitelkeiten fesselten ihn zwar eine Zeitlang; allein endlich zersprengte er die Bande, kehrte in sein Klosterzurück, und nahm den Namen und die Gewohnheiten des BrudersAngelus (denn dies; imn sein Klosternamcn) wieder an. Mit Be-wunderung sah man nun diesen Mann, der lange in den Angele-genheiten des Staates eine Rolle gespielt, Provinzen beherrscht undsich einen mächtigen Anhang verschafft hatte, sich mit den demüthi-gen Hebungen eines schlichten Mönches begnügen und nur darnachtrachten, wie er durch Lehre und Beispiel Seelen für den Himmel

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XVII. sivcle !. 1. >>. 115.