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1 (1845)
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ward auch in der äußern Oekonomie ihrer Organisation nicht weni-ger glanzvoll offenbar. So wurde einem Cardinal unter dem TitelBeschützer des Ordcnö" die Verpflichtung aufcrlcgt, über dasInteresse der Minoriten zu wachen, und ihre Rechte und Ansprüche,wenn es uöthig wäre, zu vcrthcidigcu; außerdem gestattete ihnender Papst Proeuratorcn, welche in ihrem Namen die Geschenke undVermächtnisse, die ihnen gemacht würden, übernehmen und verwal-ten mußten, da das Gelübde so strenger Armuth, welches die GliederdcS Ordens ablcgtcn, ihnen solche Sorge untersagte.

Ohne Zweifel war es zwar keineswegs im Plane des heiligenFranziskus gelegen, daß seine Schüler sich besonders durch Gelehr-samkeit auSzeichncn sollten; allein es verriethe gewiß die thörichtesteUngerechtigkeit, wenn man behaupten wollte, das Gelübde derFranziskaner scheine sich eben so gut auf die Armuth am Geiste,als auf die Vcrzichtleistung auf die Güter dieser Erde zu beziehen.In der That gingen aus diesem Orden so viele Gelehrte, so vieleberühmte Schriftsteller hervor, daß Wadding "einen Catalog derselbenverfaßte, der aus einem Folianten besteh^ .Md der seit dem Jahre1050, in dem er zu Rom gedruckt wurde, viele Zusätze erleidenkönnte. Die Streitigkeiten der Minoriten mit den Dominikanern,die am Ende die Erster» bei weitem an Gelehrsamkeit übcrtrafcn,machten nämlich von Tag zu Tag das Bedürfnis; fühlbarer, daß sichder Orden mit Männern bereichern müsse, die in der Dialektik geübtwären, und so glänzten auch bald die Franziskaner rühmlichst unterden Gelehrten, welche im Mittelalter das Feld der scholastischenTheologie bebauten.

Alexander von HaleS (1245) erlangte zuerst unter den Mino-riten zu Paris die Doktorwürde und lehrte auf dieser Universitätmit allgemeinem Beifall Theologie und Philosophie; seine Zeitge-nossen gaben ihm den Beinamen: unbesiegbarer Lehrer(doolor irralraßmlnli«). ' In den theologischen Werken dcS heiligenBonavcntura (12211274), eines Schülers von Alexander, mitdem Beinamen: seraphischer Lehrer (ckoclor soraplumis) findet maneine große Gediegenheit und die strengste Orthodoxie.

Bonavcntura und sein Lehrer Alexander hatten mit den Do-

r tlloi'i» lloclorm», äeeus et tlos pliilosoplwiuin.