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1 (1845)
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erschütterliche Macht. Sicherten ihm ja doch einerseits die trenenDienste, die er der Kirche leistete, den Schutz der Päpste und weckteandererseits die Armnth seines Acußcrn das Mitleidcn frommer Seelenund erwarb ihm so die schätzenöwerthe Liebe des Volkes. Und inder That bedurfte er so vieler mächtiger Verbündeter; denn hinterihm erhoben sich furchtbare Rivalen, welche ihm die Volksgunststreitig zu machen suchten die Dominikaner; übrigens brachtenauch die Franziskaner diese Letztem durch ihre Ansprüche mehr alsein Mal in eine verdrießliche Lage. Weiter unten werden wirGelegenheit zu der Bemerkung haben, daß die Franziskaner all'diese Widerwärtigkeiten mnthvoll ertrugen und den ungerechten Vor-würfen stets mit einer heitern Miene und einer seltenen Geduldbegegneten. Gegen die Gefahren dieses Sturmes aber suchten sienicht so fast in der Gunst der Fürsten und Großen, als in der Liebeund Achtung des Volkes Schutz und Schirm. Und in der That,bald sahen sic ihre Lehr- und Beichtstühle von einer Menge Gläubi-gen belagert, und günstig war für sie die viclvcrbrcitcte Ansicht,daß Gott dem Christen besonders gnädig sei» werde, der so glücklichsei, im Ordcnögcwande des heiligen Franzikuö sterben zu können.Das Volk aber mußte um so eher von der Vortrefflichkeit diesesOrdens überzeugt werden, da es sah, wie die Päpste ihn tagtäglichmit außerordentlichen Privilegien schmückten.

Die vier Bcttelordcn waren in den Augen der Päpste gleich-sam vier Säulen, auf denen der Stuhl des heiligen Petrus ruhte.Sic konnten nämlich viel weniger auf die übrigen, wiewohl älternOrden rechnen, weil diese bald in eine dem Todcöschlafe ähnlicheUnthätigkeit versunken waren, bald sich nicht mehr so enge an denpäpstlichen Stuhl anschloßen. Von den vier Bcttelorden aber hattesich der des heiligen Franziskus stets des Wohlgefallens der Kirchezu erfreuen, die ihn auch ihrerseits mit den unzweideutigsten Gunst-bczeugungen überhäufte und ihn gleichsam mit einem Walle vonVorrechten umgab. Keine andere Anstalt konnte sich rühmen, soviele Ablässe erhalten zu haben, und Clemens VIII. gestand denFranziskanern auf ein Mal alle Privilegien zu, welche je ein Orden,wie er auch immer heißen mochte, genossen hatte. Dieses Bandnun, das sich so enge um die Päpste und die Franziskaner schlang,