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1 (1845)
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den Stand passe, in den Gatt einen Jeglichen gesetzt hätte undwelche gewissermaßen diejenigen, die ihr folgen, den Mönchen ähn-lich machen würde, ohne jedoch die ganze Strenge des Klosterlebensan sich zn tragen.

So nun bildete sich mitten in der Welt eine Gesellschaft vonGläubigen, welche den Besuch der Schauspiele, der Bälle undFestlichkeiten, den Lurus und die blendenden Nichtigkeiten der Weltverachteten, und zugleich durch ihre Liebe zum Frieden, durch ihreBereitwilligkeit, sich mit ihren Feinden auSzusöhnen, durch ihreGewissenhaftigkeit in der Vermeidung der leichtesten Schwüre, wieder größten Verwünschungen, ein Beispiel von den seltensten Tugen-den gaben. Der heilige FrauziSknö verordnete jedoch mit vielerWeisheit, daß man erst dann in den dritten Orden ausgenommenwerden könne, wenn man sich über hinlängliches Vermögen, oderüber noch zu erwartendes Eigenthum auöweise, um nicht den übri-gen Büßern zur Last zn fallen.

Dennoch haben die Kritiker dieser Anstalt einen Vorwurf auf-gebürdct. So groß auch, sagen sie, der Einfluß gewesen sein mag,welchen der Mönchstand damals ausübte, so war er wenigstens aufgewisse äußere Grenzen beschränkt, die seinen Verkehr mit derWelt plötzlich und entschieden trennten; allein die Tertianer kanntendiese Grenzen nicht, so daß mitten in der Welt und mit ihren Be-wohnern vermischt diese Art von Mönchen oder Nonnen sich ver-mehrten, die dem Wohlstände des Staates, der Stadt, der Familiedurch ihre Abhängigkeit von den Klöstern schadeten. Wahrlich!ein sonderbarer Vorwurf, der das als einen Fehler der Anstaltunterschiebt, was ihren schätzbarsten Vortheil bildete! Die Tertia-ner waren nämlich äußerlich mit ihren Mitbürgern verschmolzen;um so leichter konnten sie also den Ungläubigen die Religion mitdem Finger zeigen und sie gleichsam mit ihren eigenen Tugendendurchgähren. Der wahre Grund aber zu diesem Tadel ist dieAchnlichkeit dieser Halbmönche mit den wahren Mönchen, die manja beschuldigt, sie hätten die freigebige Frömmigkeit der Leute znGunsten ihrer Klöster ausgebeutet; allein diese bannale Anklage istschon längst als die größte Verläumdung erklärt. Die Anstalt derTertianer mußte vielmehr der politischen Macht angenehm sein, der