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1 (1845)
Entstehung
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259
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Prüfung über den katholischen Glauben voraugestellt. Eine Schwesterkann nur mit Zustimmung aller übrigen durch die Aeblissin aus-genommen, und vor bestandenem Probejahr nicht ciugcklcidet werden.Sie sollen sich mit einem geringen Gewand begnügen, immerwährendfasten, Weihnachten ausgenommen; zwölf Mal jährlich müssen siebeichten und sechs Mal das heilige Marösakrament empfangen.Vor der Wahl einer Aebtissiu soll der Provinzial eine Anrede halten,nur eine, die daö Gelübde abgelegt hat, kann erwählt, und wenn sienachher sich als untauglich erweist, eine andere au ihre Stelle ge-setzt werden. Sie darf eine Stellvertreterin bestimmen. Wöchentlichein Mal hat sie alle Schwestern ihres Hanfes zu versammeln, zurügen, was dessen bedürftig, zu besprechen, waS dem gemeinenBesten zuträglich ist. Alle Angestellten des Klosters werden durchAlle ernannt, und acht auö den Verständigsten der Aeblissin alsRathgeberinen beigesellt. Zu gewissen Stunden und an bestimmtenOrten ist Schweigen zu beobachten, am Sprechgitter nur nach cin-geholter Erlaubnis! zu 'sprechen. Eigcnthum dürfen sie in keinerWeise besitzen; anständige Arbeiten mögen sie von der Terz an ver-richten. Um Briefe zu schreiben oder zu empfaugeu, bedarf es derEiuwillignng der Aebtissiu. Kraule sollen liebreich uud mitleidigverpflegt, in Allem besser gehalten werden. Die Aebtissiu soll zwarAlle beaufsichtigen, zurechtweisen, aber sich zugleich als Dienerinaller Schwestern bewähren. Die Schwester Thürhüterin hat daraufzu scheu, daß die Klosterthüre zu jeder Zeit wohl verschlossen sei. ^

Franziskus befaßte sich nur mit dein Kloster des heil. Damiau,in welchem Clara wohnte, uud die Lebensweise, die er in der vonihm im Jahre 1224 für die Clarissinen niedergeschriebenen Regelbezeichnet!', galt nur für dieses Kloster. Der eifrige Stifter ließdarin Milderungen zu, die man von ihm vielleicht nicht erwartethätte. Einen ganz besonder,! Nachdruck legte er nur auf das Ver-bot, daß die Nonnen irgend ein Eigenthum weder behalten nochaunchmcn dürften, sei es von einander, oder von andern Leuten.Da sich die Nonnen nicht mit dem Betteln abgcben konnten, somußten seine Genossen sie mit ihren Lebensbedürfnissen versorgen.

> Bergt. Harter, Geschichte Jnnocenz III., IV-, 274 and Holsten lll.,34 sizc,.

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