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1 (1845)
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kennen. Im Jahre 1525 nahm der damalige Hochmeister Alb recht,Markgraf von Brandenburg, Luthers Irrlehre an und verwandeltedas preußische Ordensgcbict zu einem erblichen Herzogthnm. Sofortwurden alle die Ritter, welche der alten Kirche und Ordnung treublieben, ans ganz Preußen vertrieben, und weil sic in Deutschlandviele Eomthureicn hatten, begaben sie sich nach Mergentheim, wonun der Deutschmeister seinen Sitz aufschlng, bis der Orden unterViktor von Oesterreich im Jahre 1809 seine Unabhängigkeit unddie meisten seiner Güter verlor. Doch dauert er noch jetzt mitmediatisirtcu Besitzungen in Oesterreich und Italien fort, und Mari-milian von Este ist gegenwärtig Deutschmeister.

4. Gcde» von Kl. Jago.

Die wunderbare Entdeckung des Leichnams des heiligen ApostelsJakobus, gerade acht Jahrhunderte nach dessen Beerdigung, undsein häufiges Erscheinen in den Reihen der christlichen Heere beiihren verzweifelten Kämpfen mit den Ungläubigen, hatte der unbe-deutenden Stadt Compostella in Galicien, welche die heiligenUeberrcste bewahrte, einen so ansgcbrcitetcn Ruf verschafft, daß sieim Mittelalter zum Sammelplätze der Wallfahrer aus der ganzenChristenheit wurde, und die Muschelschale, das Sinnbild des heil.Jakobus, als das allgemeine Kennzeichen der Pilgrime angenommenward. Herbergen zur Erfrischung und zur Sicherheit der frommenWanderer wurden sofort an dem Wege von Frankreich her errichtet;da sie aber fortwährend den Beunruhigungen räuberischer Einfälleder Araber ausgesetzt waren, vereinigte sich eine Anzahl Ritter undEdclleute zu ihrem Schutze mit den Mönchen von St. Lojo oderCloy, welche die Regel des heiligen Augustin annahmen und legtenso um die Mitte des zwölften Jahrhunderts den Grund zum Ritte r-orden des heiligen Jakob von Compostella. Die Ritterder Brüderschaft, welche fünf Jahre später (1175) ihre päpstlicheBestätigungsbulle erhielten, waren kenntlich durch einen weißenMantel mit einem rotheu Kreuze, in Form eines Schwertes mit derMuschelschale unter dem Stichblatte gestickt, als Nachahmung desSinnbildes nämlich, das auf der Fahne ihres Schutzheiligen glänzte,wenn er sich würdigte, an ihren Gefechten gegen die Mauren Theil